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5.1.2007 Thema abonnieren
 Von 
Alexus69
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
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Hallo zusammen!
Wir wohnen seit drei Jahren in einer selbstgenutzten Eigentumswohnung.Das Haus hat 11 Parteien wobei 4Wohnungen noch einer Consultfirma geh?ren die auch die Hausverwaltung Ùbernimmt.
Bei der Durchsicht der WEG Abrechnungen sind mir nun ein paar Dinge aufgefallen und dazu h?tte ich gerne mal den Rat oder die Erfahrungen der anderen Forumsteilnehmer.Vielen Dank schon mal dafÙr!
Erster Punkt die Verwaltungskosten.
Diese belaufen sich auf ca.3500ó im Jahr,wie werden die eigentlich angesetzt?Gibt es dafÙr eine Honorartabelle oder GebÙhrenverordnung o.?.,oder bestimmt der Verwalter das Honorar selbst?
Zweitens Hausmeisterkosten.
Betrugen im Jahr 2004 2410ó.
Im Jahr 2005 pl?tzlich 3547ó. Soweit ich wei¤ putzt der Hausmeister w?chentlich das Treppenhaus(dauert gro¤zÙgig gesch?tzt 2h),vielleicht wechselt er auch mal eine GlÙhbirne im Flur,kann sich also Stundenm?¤ig nicht so wirklich niederschlagen.Wenn ich mir mal den Stundenlohn ausrechne komme ich auf 3547ó/104h=34,10ó/h. Ganz sch?n happig m.E. da tr?umt so mancher Facharbeiter von.Kann man von der Verwaltung einen Arbeitsnachweis darÙber verlangen?
Dritter Punkt Reparatur und Instandhaltung.
Da einige Reparaturen anfielen ist der Posten auch ordentlich gestiegen und daraus resultierte eine saftige Nachzahlung fÙr alle.Auf der ETV wurde dann beschlossen das ein Teil aus den RÙcklagen bestritten wird um die Nachzahlung ein wenig zu drÙcken,gesagt ,getan,die neue Abrechnung kam,von den 1300ó RÙcklagen wurden mir bei einem Anteil von 951/10000 aber nur 97ó statt 123ó abgezogen,wenn das bei den anderen auch so war,wovon ich ausgehe,wo sind dann die knapp 280ó hingekommen?
Vierter und letzter Punkt:RÙcklagen
K?nnen RÙcklagen eigentlich nicht zinsbringend angelegt werden(st?ndige VerfÙgbarheit vorrausgesetzt
natÙrlich) Ist bei uns nicht der Fall aber 3% auf 25000ó im Jahr ist doch nicht zu verachten.
So,ist ja doch ganz sch?n lang geworden,nochmals danke fÙrs lesen und anregen.

sch?nen Tag!

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Secondnick
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 2x hilfreich)

zum Hausmeister :

1.) Du bist vor 3 Jahren (in einen Neubau ?) eingezogen. War das in also in 2004 ?

Sind die Kosten des Hausmeisters vielleicht nur anteilig für weniger als 12 Monate ?

2.) In der Summe werden auch die Lohnnebenkosten (Arbeitgeberanteil Sozialversicherung) enthalten sein. Der Nettolohn des Hausmeisters wird sicherlich geringer sein.

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#2
 Von 
Alexus69
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

@secondnick

1.Einzug war Ende 2003. 2004 war die Abrechnung schon fuer das komplette Jahr.

2.Schon klar mit den Lohnnebenkosten,ich wei¤ ja nicht was du fuer einen Stundenlohn hast,aber 34Euro brutto ist doch recht ansehnlich fuer einen Hausmeister,oder?

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#3
 Von 
Alexus69
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

@secondnick

Ach so,Altbau 1910

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#4
 Von 
sika0304
Status:
Schlichter
(7951 Beiträge, 2122x hilfreich)

Zuerst prüfe die Teilungserklärung, wie das Stimmrecht bei der Versammlung ist. Wenn dort gar nichts festgehalten ist, habt ihr Kopfstimmrecht, d. h., auch wer 4 Wohnungen besitzt, hat nur 1 Stimme.
Handelt es sich um 1 Wohnhaus, dass nachträglich in Eigentumswohungen umgewandelt wurde -eventuell von der genannten Consult-Firma - die dann nicht alle Wohnungen verkauft hat?

Zum Verwalter: hier muss es einen Verwaltervertrag geben (jeder Eigentümer hat das Recht darauf, diesen Vertrag in Kopie zu erhalten - evtl. gegen Kopierkostenübernahme). Bei Erstbestellungen sind 5 Jahre üblich, dann wird verlängert - üblich alle 3 Jahre. In dem Vertrag wird auch der monatlich zu zahlende Betrag an Verwaltergebühren genannt. Genauso, wie hoch die Beträge für Reparaturen sein dürfen, die er ohne Beschluss in Auftrag geben darf. Auch die Consultfirma muss dann aufgeführt werden.
Mit dem Hausmeister muss ein Vertrag abgeschlossen werden, darüber muss es einen Beschluss der WEG geben. Lass dir den Vertrag zeigen.
Kosten werden im Wirtschaftsplan für das nächste (oder das laufende Jahr, je nach dem wann die jährliche Versammlung ist) festgelegt.
Nach dem Wirtschaftsjahr wird eine Abrechnung vorgelegt, über die ebenso beschlossen wird.
Wenn du glaubst, die Beschlüsse sind nicht rechtmässig, muss du innerhalb von 4 Wochen nach der Versammlung vor Gericht dagegen klagen.
Und natürlich sollte die Rücklage zinsbringend (Termingeld) angelegt werden.
Ich würde über einen Verwalterwechsel nachdenken.
Und mir ein gutes Nachschlagwerk besorgen;)
PS: Hast du dich mal erkundigt, ob die Firma noch andere Häuser hat? Weißt du wer hinter dieser Firma steckt?

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#5
 Von 
Alexus69
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

@sika
Thx fŸr die Infos,gutes Nachschlagewerk ist eine gute Idee,kannst du was empfehlen?

Die Firma hat mehrere HŠuser,die Firma kauft HŠuser auf,teilt auf und verkauft gewinnbringend und achtet peinlichst genau darauf blo§ nicht zuviel in Instandsetzung oder Erhaltung zu investieren.

cheers

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#6
 Von 
sika0304
Status:
Schlichter
(7951 Beiträge, 2122x hilfreich)

Volker Bielefeldt "Der Wohnungseigentümer" sowie das BGB inkl. WEG-Recht.

Also bei den Kosten die du angibst und 11 Wohneinheiten hätte ich eher das Gefühl, die ziehen aus deiner Gemeinschaft was ab für andere.
Also neuen Verwalter suchen. Was ist mit einem Beirat, habt ihr den? Ansonsten solltest du das vielleicht für dich in Angriff nehmen.
Und immer daran denken, der Verwalter ist der Angestellte der WEG-Gemeinschaft, nicht umgekehrt.

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