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"Focus": Starjurist Witti verliert Anwaltszulassung

AFP VOM 8.6.2008 | Nachrichten - Nachrichten | 3319 Aufrufe
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Der durch spektakuläre Sammelklagen bekannt gewordene Jurist Michael Witti darf nach einem Bericht des Magazins "Focus" vorerst nicht mehr als Rechtsanwalt arbeiten. Das Blatt berichtete unter Berufung auf die Rechtsanwaltskammer München, deren Vorstand habe Wittis Anwaltszulassung widerrufen und den sofortigen Vollzug der Maßnahme angeordnet. Dies komme einem vorläufigen Berufsverbot gleich. Begründet wurde die Maßnahme demnach damit, dass Witti keine Beiträge zur Berufshaftpflichtversicherung mehr überwiesen habe. Der Anwalt ist laut "Focus" hoch verschuldet. Zudem erhielt er einen Strafbefehl über elf Monate Haft auf Bewährung wegen Veruntreuung von Mandantengeldern.

Sollte Witti, der seit 1991 als Anwalt arbeitete, Rechtsmittel gegen die Entscheidung der Rechtsanwaltskammer einlegen, hätte dies laut "Focus" keine aufschiebende Wirkung. Nur bei sofortiger Nachzahlung der Versicherungsbeiträge könne das Betätigungsverbot wieder aufgehoben werden. Doch selbst dann müsste Witti dem Magazin zufolge wegen seiner hohen Schulden um seine Zulassung bangen. Witti hatte unter anderem NS-Zwangsarbeiter sowie Opfer des Seilbahnunglücks von Kaprun und des Flugzeugabsturzes von Überlingen vertreten.

8. Juni 2008 - 13.39 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2008


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