Flugzeugentführer 42 Jahre nach der Tat zu langer Haft verurteilt
AFP VOM 4.1.2011 | Nachrichten - Allgemein | 1362 Aufrufe Mehr zum Thema:Flugzeug, Entführung
Maschine aus New York 1968 zum Flug nach Kuba gezwungen
Wegen der Entführung eines Flugzeugs vor mittlerweile mehr als 42 Jahren hat ein US-Bundesgericht in New York einen US-kubanischen Bürger zu 15 Jahren Haft verurteilt. "Die Menschen müssen das Gesetz befolgen. Manchmal ist eine harte Strafe angebracht", sagte der Richter am Dienstag zur Begründung. Der Angeklagte Luis Armando Peña Soltren hatte sich im März der Flugzeugentführung schuldig bekannt. Der 67-Jährige hatte um Milde gebeten und Reue gezeigt, eine vorzeitige Haftentlassung schloss das Gericht nun aber aus.
Soltren wurde zur Last gelegt, am 24. November 1968 eine Maschine der US-Fluggesellschaft Pan American auf dem Flug von New York nach Puerto Rico gemeinsam mit zwei anderen Tätern entführt zu haben. Mit Gewehren und Messern stürmten sie demnach das Cockpit der Maschine mit 96 Passagieren und sieben Besatzungsmitgliedern, um den Piloten zu zwingen, nach Kuba zu fliegen.
Soltrens Komplizen wurden bereits 1975 und 1976 festgenommen und zu zwölf und 15 Jahren Haft verurteilt. Soltren selbst war Ende 2009 festgenommen worden, als er von Kuba aus zu seiner Familie in die USA zurückkehren wollte. In der Zeit seiner Tat gab es dutzende Versuche von Flugzeugentführungen Richtung Kuba - meist von Linksextremisten oder Kriminellen auf der Suche nach einem sicheren Fluchtort.
04.01.2011 - 19:31 Uhr


