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Flucht von Djindjic-Mörder aus Gefängnis in Serbien verhindert

AFP VOM 7.2.2012 | Nachrichten - Allgemein | 267 Aufrufe
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Djindjic, Mörder

Kalinic wegen Mord an früherem Regierungschef hinter Gittern

In Serbien hat die Polizei die Flucht von einem der Mörder des früheren serbischen Ministerpräsidenten Zoran Djindjic aus dem Gefängnis vereitelt. Sretko Kalinic habe am Dienstag mit einem Komplizen die Flucht aus dem Belgrader Zentralgefängnis versucht, teilten die Gefängnisbehörden mit. Die beiden Inhaftierten hätten am frühen Morgen ihre Gefängnistüren aufgebrochen, einen Wärter angegriffen und seien bis in den Hof der Haftanstalt vorgedrungen. Dort seien die beiden dann aber festgenommen worden, hieß es in einer im staatlichen Fernsehsender RTS verlesenen Erklärung.

Djindjic war am 12. März 2003 vor dem Sitz der Regierung in Belgrad von einem Heckenschützen erschossen worden. Er war der erste demokratisch gewählte Ministerpräsident Serbiens nach dem Sturz von Staatschef Slobodan Milosevic im Jahr 2000 und galt als entschiedener Reformer, der sein Land dem Westen annäherte.

Kalinic wurde wegen seiner Beteiligung an dem Mord 2007 in Abwesenheit zu 30 Jahren Haft verurteilt. Im Juni 2010 wurde er nach einer Schießerei zwischen Mafia-Mitgliedern in einem Vorort von Zagreb von kroatischen Beamten gefasst und im August 2010 an die serbischen Behörden übergeben.

Bei seinem Komplizen bei dem Fluchtversuch handelte es sich um Zeljko Milovanovic, der in Kroatien 2008 an der Ermordung des bekannten Enthüllungsjournalisten Ivo Pukanic und eines Mitarbeiters beteiligt gewesen sein soll. Wegen der Tat wurde Milovanovic in Abwesenheit in Kroatien zu 40 Jahren Haft verurteilt. Derzeit wird ihm in Serbien, wo er festgenommen wurde, der Prozess gemacht.

07.02.2012 - 13:00 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2011

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