Finnisches Gericht bestätigt lebenslang für "Todesengel"-Schwester
AFP VOM 3.3.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 604 Aufrufe Mehr zum Thema:Todesengel, Mord
Ein finnisches Berufungsgericht hat eine von den Medien als "Todesengel" titulierte Krankenschwester zu lebenslanger Haft verurteilt und damit das Strafmaß aus der vorherigen Instanz bestätigt. Das Urteil des Bezirksgerichts Tampere wegen Mordes und versuchten Mordes behalte seine Gültigkeit, entschied das Revisionsgericht in Turku am Mittwoch. Die mittlerweile 28-jährige Pflegerin war im Mai 2009 für schuldig befunden worden, im Sommer 2007 einer 79-jährigen geistig verwirrten und bettlägerigen Frau in einem Rehabilitationszentrum nördlich von Helsinki eine tödliche Dosis Insulin gespritzt zu haben.
Die Angeklagte war außerdem wegen der einige Tage zuvor versuchten Ermordung eines gesunden Babys mittels einer potenziell tödlichen Insulininjektion verurteilt worden. Die Angeklagte beteuerte ihre Unschuld. Eine psychologische Untersuchung vor dem Urteil von 2009 ergab, dass sie an einer Persönlichkeitsstörung litt. Beide Gerichte kamen jedoch zu dem Schluss, dass ihr als Krankenschwester die Wirkung von Insulin bekannt war und sie die Taten wissentlich verübte.
3. März 2010 - 15.10 Uhr
© AFP Agence France-Presse GmbH 2010


