Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
476.873
Registrierte
Nutzer

Falsche Anschuldigung / Falsche eidestattliche Versicherung

12.10.2017 Thema abonnieren Zum Thema: Falsche Versicherung
 Von 
anton_123
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Falsche Anschuldigung / Falsche eidestattliche Versicherung

Folgender Sachverhalt

Person A und B sind seit Monaten getrennt und streiten sich um den Umgang mit einem Kind (K)

Person A hat keine Argumente mehr, welche gegen einen erweiterten Umgang (Wechselmodell) mit K spricht, daher wird der Umgang ausgeweitet.

Nach ca. 4 Wochen erhält B eine Strafanzeige (123recht.net Tipp: Strafanzeige stellen ) wg. einer angeblich ausgesprochenen Morddrohung gegen A.
Weiterhin übergibt A das Kind wg. "Angst" nichtmehr an B.
A stützt die Strafanzeige und einen Antrag an das Familiengericht zum Aussetzen des Umgangs mit zwei eidesstattlichen Versicherungen der Mutter (M) und einer Freundin (F).

B hat in der Realität niemals eine Morddrohung (o.ä.) an A ausgesprochen.

Was kann B machen? Ist es ausreichend, wenn B auch eine eidesstattliche Versicherung abgibt, dass niemals eine Drohung ausgesprochen wurde?

Verstoß melden

Nicht genau ihre Frage? Wir haben 372 weitere Fragen zum Thema
Falsche Versicherung


6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
wirdwerden
Status:
Unsterblich
(23168 Beiträge, 8922x hilfreich)

Eine eidesstattliche Versicherung ersetzt keinen Sachvortrag, sondern macht einen Sachvortrag im Eilverfahren glaubhaft, nicht mehr und nicht weniger. Man sollte diesen Rechtsstreit dort austragen, wo er hingehört, nämlich vor dem Familiengericht. Und das wars.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
anton_123
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Was soll B machen wenn das Familiengericht A glaubt?

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
wirdwerden
Status:
Unsterblich
(23168 Beiträge, 8922x hilfreich)

Das Familiengericht glaubt nicht, das Familiengericht wird seine Ermittlungsmöglichkeiten im Sinne des Kindeswohls ausnutzen.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
anton_123
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Das kann B (Mann) leider nicht glauben. ...

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#5
 Von 
wirdwerden
Status:
Unsterblich
(23168 Beiträge, 8922x hilfreich)

Es geht nicht um Glauben. Ist aber auch wurscht. Eine eidesstattliche Versicherung kann fehlenden Glauben nicht ersetzen.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(51455 Beiträge, 23665x hilfreich)

Zitat (von anton_123):
Was kann B machen?

Sich von einem guten Anwalt vertreten lassen.



Zitat (von anton_123):
Ist es ausreichend, wenn B auch eine eidesstattliche Versicherung abgibt, dass niemals eine Drohung ausgesprochen wurde?

Nun, da gefühlt 99,9% aller Angeklagten ihre Schuld bestreiten, sollte da schon etwas substantierteres kommen.



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

Jannis Geike Denise Gutzeit Nicolas Reiser Felix Hoffmeyer Richard Claas
Ja, jetzt Anwalt dazuholen

Ich habe Anzeige erstattet, wie geht es weiter?
Die Antworten findet ihr hier:


Falschaussage - was nun?

von Rechtsanwalt Rolf Tarneden
Falsche Angaben vor der Polizei oder Gericht ziehen unangenehme Folgeverfahren nach sich. Die Betroffenen stehen vor der Frage, wie sie sich nun verhalten sollen. Dieser Artikel gibt Betroffenen Hinweise, welche Strafen drohen und was der Betroffene, der dem Vorwurf, falsche Angaben gemacht zu haben, ausgesetzt ist, sinnvoller Weise tun kann... mehr

Was tun - wenn es im Strafprozess heißt: Aussage gegen Aussage?

Was Beschuldigte und Opfer bezüglich Glaubwürdikeiten von Aussagen als Beweismittel beim Vorwurf von Sexualdelikten wissen sollten / Kurze Information zur Problematik, Handhabung, Glaubwürdigkeitsbeurteilung und den anwaltlichen Möglichkeiten   Dieser ... mehr

Grundsätzliches zum Strafverfahren

Anzeige, Staatsanwaltschaft und Gericht / Das Strafverfahren beginnt mit der Anzeige einer "Straftat" meist bei der Polizei, bei der Staatsanwaltschaft und beim Amtsgericht. ... mehr