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Fahrtkosten bei Mangelfallberechnung

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Fahrtkosten bei Mangelfallberechnung

Hallo,
jemand sagte mir, er habe irgendwo gelesen, dass Fahrtkosten beim bereinigten Einkommen im Mangelbedarfs-Fall nicht mehr berücksichtigt werden würden. Weiß jemand genaueres darüber?
Mein Mann hat für 2 Kinder (11 und 14) aus erster Ehe Unterhalt zu zahlen, wir haben zusammen in zweiter Ehe nochmal 2 Kinder. Auch ich habe in erster Ehe 2 Kinder, wovon eines bei mir und eines bei meinem Exmann lebt.
Mein jetziger Mann und ich arbeiten beide, also müssen wir einen Kindergarten und Hort zahlen, der unsere kleineren Kinder ( 4 und 6) betreut. Er arbeitet 46 Km einfache Arbeitswegstrecke, ich 42 einfache Wegstrecke von zuhause. Gäbe bei meinem Mann eine Rechnung für die Fahrtstrecke von 30Km x 2 Wege x 5 Arbeitstage x 44 Wochen x 0,30€ /12 Monate + plus das ganze mit 0,20 € für die restlichen 16 km = 447€; bei mir in etwa ähnlicher Betrag.
Mein Mann hat netto in etwa 1950 € ich 1500 €. Wie geht das jetzt mit der Mangelfallberechnung, wird nun das Fahrgeld mit abgezogen vom netto für ein bereinigtes Arbeitsentgelt oder nicht? Oder kann es verweigert bzw. gewährt werden?
Ich muss dazu sagen, mein Exmann möchte natürlich von mir auch Unterhaltsgeld, zahlt aber keines für meine Tochter (12), die ja bei mir lebt, weil ich bisher auch keinen Unterhalt für den Sohn (10) gezahlt habe; er hat in etwa 3500 netto und ich habe bedingt durch die beiden kleinen teilzeitmäßig rund 600 € im Monat verdient und bin teilweise auch rund 35 km einfach dafür gefahren.
Kennt da jemand den neuesten Stand bzgl. bereinigtem Einkommen und Mangelfall?

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von Marie-Sophie123 am 01.09.2011 15:20
Status: Praktikant (16 Beiträge)
Userwertung:  0,0  von 5 (von 0 User(n) bewertet)

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>Fahrtkosten bei Mangelfallberechnung
Sollte mich wundern wenn es nicht berücksichtigt wird. Allerdings kann man sich ja die Kilometerpauschale auf der Lohnsteuerkarte eintragen lassen was zu einem höhere Netto führt. Also ein Mehreinkommen, nicht weniger. Widerrum gibt es wohl auch Gerichte die die hohen Fahrtkosten nicht einsehen und nur die Kosten anrechnen lassen die bei benutzung von öffentlichen Nahverkehrsmitteln entstehen. Eigentlich muß dein Mann ja auch alles unternehmen um den Mindestunterhalt leisten zu können. Er beazhlt ja für euere beiden Kinder auch Unterhalt, in Form von Strom, Miete, Naturalien. Warum sollen jetzt seine "Ex-Kinder" weniger bekommen als Ihnen zusteht?

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von Ihr neuer am 01.09.2011 17:01
Status: Legende (449 Beiträge)
Userwertung:  2,2  von 5 (von 13 User(n) bewertet)

>Fahrtkosten bei Mangelfallberechnung
Hallo,

wenn es durch die berufsbedingten Aufwenungen/Fahrtkosten zum Mangelfall kommt, so würde man dem Unterhaltspflichtigen evtl. die Nutzung des ÖPNV nahelegen, um die Verteilmasse nicht unnötig zu vermindern. Letztendlich aber immer eine Einzelfallentscheidung.

LG nero

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von nero070 am 01.09.2011 17:02
Status: Unsterblich (3158 Beiträge)
Userwertung:  3,4  von 5 (von 97 User(n) bewertet)

>Fahrtkosten bei Mangelfallberechnung
@ Nick: Nein,das hat mi der Leistungsfähigkeit meines Mannes nichts zu tun. Wohl aber mit meiner, denn mein Exmann möchte ja für meinen Sohn, der bei ihm lebt auch Unterhalt, den ich ja bisher nicht zahlen konnte, weil ich bisher nicht mal im entferntesten mit meinem Einkommen überhaupt an die Untergrenze kam. Im Gegenzug zahlt er mir aber für meine Tochter nichts, weil er sich genau auf diese Tatsache stützt, dass ich ja bisher auch keinen Unterhalt gezahlt hätte, also macht er das auch nicht, weil es keine Rolle spiele wer von uns was verdiene. So läuft der Hase ja aber wohl nicht. Er ist Lehrer und und Gehaltlich sehr wohl in der Lage den für seine Einkommensklasse geltenden Unterhalt zu zahlen, ohne überhaupt an seinem Eigenbedarf von 1550 PLUS bedarf für unseren Sohn zu kratzen. Wenn ich aber von meinem Netto die Fahrtkosten von 425 € abziehe, dann bleibt für meinen Sohn nach Mangelbedarf 50 €, und dabei ist noch nicht mehr der Kindergarten und Hort für meine Kleinen, die ich ja nachmittags betreut brauche, weil ich sonst nämlich nicht arbeiten gehen könnte. und in der Berechnung habe ich meine Tochter nicht mitberechnet, weil sie eigentlich eigenen Unterhalt von ihrem Vater haben sollte. Diese noch mitzurechnen... Da käme für meinen Sohn gar nur 35 € raus. Und weil wir auf dem Dorf wohnen ist es auch völlig unmöglich mit öffentlichen Verkehrmitteln in die Arbeit zu kommen, weil die Hin- und Herzeit mit Umsteigen und Warten völlig abseits von Gut und Böse wären. Hetz mir eh mit dem Auto schon einen Wolf um dann auch wieder pünktlich an Kindergarten und Hort zu sein.

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von Marie-Sophie123 am 02.09.2011 09:20
Status: Praktikant (16 Beiträge)
Userwertung:  0,0  von 5 (von 0 User(n) bewertet)

>Fahrtkosten bei Mangelfallberechnung
Hallo Marie-Sopie,

streiche zunächst mal aus Deinen Gedanken alle persönlichen Vorteile aus der Nutzung des PKW´s, denn diese sind für Dich interessant, aber nicht für den Unterhaltsempfänger.

Hort und Kindergarten sind nachrangiger Unterhalt.

Arbeitest Du vollzeit?

SG

Berry

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von Sir Berry am 04.09.2011 20:58
Status: Unsterblich (1008 Beiträge)
Userwertung:  1,6  von 5 (von 90 User(n) bewertet)

>Fahrtkosten bei Mangelfallberechnung
Ja, arbeite 35 Stunden. Ist hier Vollzeit.
Ist denn dann die Fahrt zu meiner Arbeit mein "Privatvergnügen" und das Betreuen lassen meiner Kinder auch? Wenn ich den Kiga und den Hort nicht hätte, dann könnte ich gar nicht arbeiten gehen, denn Oma, Opa, Tanten oder ähnliches sind nicht vorhanden (in der Nähe) und wenn ich eine Arbeit gefunden hätte, zu der ich nur 10 Km fahren müßte, wäre mir das auch lieber. Ist aber nicht. Ich hab eh über 1 Jahr Bewerbungen geschrieben, bis ich diesen Job hier bekommen habe.

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von Marie-Sophie123 am 05.09.2011 09:48
Status: Praktikant (16 Beiträge)
Userwertung:  0,0  von 5 (von 0 User(n) bewertet)

>Fahrtkosten bei Mangelfallberechnung
Ja, Deine Kinder sind Dein Privatvergnügen. Bleiben also seine Kinder übrig. Und da wird das Gericht prüfen, ob es nicht andere Möglichkeiten des Fahrens zur Arbeit gibt. Preiswertere. Öffis, Motorroller, Umzug. Auch wird das Gericht prüfen, ob ein Zusatzjob zumutbar ist, ob der Selbstbehalt auf 770 € gesenkt werden kann.

wirdwerden

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von wirdwerden am 05.09.2011 11:35
Status: Tao (13664 Beiträge)
Userwertung:  2,3  von 5 (von 267 User(n) bewertet)

>Fahrtkosten bei Mangelfallberechnung
Auch wenn ich OHNE Betreuung der Kinder gar nicht fähig sein kann, in die Arbiet zu fahren? Auch wenn ich mit meiner Familie umziehen müßte, um da einen kürzeren Abstand zur Arbeit zu haben, auch wenn uns das Unsummen kosten würde,Wohnung/Haus teuerer und mein Mann dann nicht mehr nur 40 km zur Arbeit fahren muss sondern 80 km, der dann ja auch 2 Kinder zahlen muss und uns dann mit 3 Kindern weniger übrigbleibt, als einem Kind allein, wo der Papa das Doppelte von dem verdient als ich es tue? Nicht der Ernst in Deutsclnad hier, oder? Und der entsprechnede Papa mit Einkommen von netto mehr als 3000 € darf sich weigern für seine Tochter zu zahlen?
Also fasse zusammen, Fahrtkosten zur Arbeit - mein Privatvergnügen und Kinderbetreuung damit ich arbeiten gehen kann (ja beides Grundlagen dafür dass ich überhaupt arbeiten kann mit 2 Kindern unter 7) auch mein Privatvergnügen, zwingen, 2 Stunden mit der Bahn zur Arbeit zu fahren und 2 wieder zurück, 5 mal umsteigen, vom Hinkommen zur Bahn ganz zu schweigen, damit ich meine 7 Stunden pro Tag ja gar nicht schaffen kann innerhalb der Betreuungszeiten - da kann ich ja dann gar nicht mehr arbeiten gehen.

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von Marie-Sophie123 am 05.09.2011 14:33
Status: Praktikant (16 Beiträge)
Userwertung:  0,0  von 5 (von 0 User(n) bewertet)

>Fahrtkosten bei Mangelfallberechnung
Deine Tochter interessiert hier gar nicht. Es geht um den Kindsvater und seine vier Kinder. Und da wird halt geguckt werden, wie es aussieht. Eben Einzelfallentscheidung.

Abgesehen davon wüsste ich gerne, auf welcher Schule man in welchem Land als Lehrer 3000 € netto verdient. Aber, das ist off topic.

wirdwerden

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von wirdwerden am 05.09.2011 14:43
Status: Tao (13664 Beiträge)
Userwertung:  2,3  von 5 (von 267 User(n) bewertet)

>Fahrtkosten bei Mangelfallberechnung
Erstens hat mein Exmann gar keine 4 Kinder, die habe ich und 2 davon mit meinem Exmann, 1 davon lebt nur bei ihm, also bei mir 3. Für das Kind, das bei mir lebt, also auch die Tochter meines Exmannes zahlt er nichts.
Sein Einkommen hat er, bzw. sein Anwalt gegenüber dem Jugendamt beziffert mit 3.600 €. Schon nach Abzug seiner besonderen Lohnsteuer, die er als Beamter ja hat. Natürlich muss er davon auch noch privat Krankenversicherung zahlen, das ist mir klar. Aber auch die kostet nicht mehr wie 300 €. Wir leben ale in Bayern.
Auch da sagt kein Richter, trenn Dich von Deinem Mann und Deinen Kindern, such Dir eine 1-Zimmer Wohnung und schaff 45 Stunden in der Woche.
Eigentlich müßte ich sowieso nur halbtags arbeiten gehen, weil meine Kinder noch im Betreuungsfähigen Alter sind. Aber ich geh trotzdem vollzeit. weil ich nämlich sonst garkeine Arbeit hätte. Halbtagsjobs im Büro liegen eben halt nicht auf der Straße. Zumindest nicht bei mir im Umkreis von 20 km.

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von Marie-Sophie123 am 05.09.2011 15:26
Status: Praktikant (16 Beiträge)
Userwertung:  0,0  von 5 (von 0 User(n) bewertet)

>Fahrtkosten bei Mangelfallberechnung
Also, Mathe war noch nie meine Stärke. Aber, Dein Mann hat zwei Kinder aus erster Ehe, richtig? Und Ihr habt zwei gemeinsame Kinder, auch richtig? Also hat Dein Mann vier Kinder, und um die geht es hier.

wirdwerden

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von wirdwerden am 05.09.2011 15:34
Status: Tao (13664 Beiträge)
Userwertung:  2,3  von 5 (von 267 User(n) bewertet)


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