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Fahndung nach Bochumer Gefängnisausbrecher ergebnislos

AFP VOM 30.1.2012 | Nachrichten - Allgemein | 604 Aufrufe
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Fahndung, Gefängnisausbrecher

Gegen Mann wird in Polen wegen Tötungsdelikts ermittelt

Einen Tag nach der Flucht eines Gefangenen aus der Justizvollzugsanstalt (JVA) Bochum ist die Fahndung nach dem 47-Jährigen zunächst ergebnislos geblieben. Der Mann sei weiter auf der Flucht, teilte ein Polizeisprecher in der Ruhrgebietsstadt mit. Dem Gefangenen war es am Sonntagmorgen gelungen, bei Reinigungsarbeiten im Besucherbereich der JVA ein Panzerglasfenster auszubauen - das Fenster war nur durch Aluminiumleisten gesichert und konnte nach deren Entfernung herausgenommen werden.

Nach Angaben des NRW-Justizministeriums verbüßte der Ausbrecher eine Haftstrafe von zweieinhalb Jahren wegen gewerbsmäßigen Diebstahls, Nötigung und Körperverletzung. Nach Verbüßung der Hälfte seiner Strafe sollte er im nächsten Monat an sein Heimatland Polen ausgeliefert werden. Dort wird gegen den Mann wegen mehrerer Delikte ermittelt, unter anderem wegen Verdachts auf ein Tötungsdelikt und Brandstiftung. Damit könne die noch am Sonntag geäußerte Einschätzung, es handele sich um einen Kleinkriminellen, "so jedenfalls nicht aufrechterhalten werden", teilte das Justizministerium mit.

Auf Anordnung des Düsseldorfer Justizministers Thomas Kutschaty (SPD) sollen nach dem Ausbruch interne Abläufe und Sicherheitseinrichtungen des Bochumer Gefängnisses von Experten untersucht werden. Die Umstände der Flucht sollten ermittelt und alle anderen Gefängnisse in dem Bundesland auf vergleichbare Sicherheitsmängel überprüft werden. Erst vor zwei Wochen war es einem Insassen des Bochumer Gefängnisses gelungen, aus seiner Zelle auszubrechen. Der Mann wurde wenig später auf dem Dachboden des Gebäudes entdeckt und festgenommen.

30.01.2012 - 17:00 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2011

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