"FTD": Viele Schadenersatzforderungen an Liechtensteiner Fürstenbank
AFP VOM 29.9.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 1256 Aufrufe Mehr zum Thema:Steuersünder
Deutsche Steuersünder überziehen der "Financial Times Deutschland" zufolge die liechtensteinische LGT-Bank mit einer regelrechten Klagewelle. Bereits bis Ende Oktober würden mehrere Klagen beim Vaduzer Landgericht eingehen, sagte der Konstanzer Rechtsanwalt Jürgen Wagner der Zeitung (Dienstagsausgabe). Zusammen mit den liechtensteinischen Kollegen Helmut Schwärzler und Ex-Justizminister Heinz Frommelt bereite er "Dutzende Klagen" vor. Dabei gehe es um Schadenersatzforderungen in Höhe von "mehreren Dutzend Millionen Euro".
Am Mittwoch sollte vor dem Vaduzer Landgericht die erste Klage eines deutschen Steuersünders gegen die LGT verhandelt werden: Der Geschäftsmann aus Bad Homburg stand ebenso wie Ex-Postchef Klaus Zumwinkel und weitere 700 Deutsche auf der CD mit Kundendaten, die ein LGT-Angestellter 2002 entwendet hatte. Er verklagt die LGT der "FTD" zufolge auf 13 Millionen Euro Schadenersatz. Die Kläger, die bei der LGT teils millionenschwere Stiftungskonten führten, werfen ihr vor, sie nicht über den Datendiebstahl unterrichtet zu haben. Somit hätten sie sich nicht selbst anzeigen können, argumentiert Rechtsanwalt Wagner in der Zeitung: "Der Datendiebstahl war der LGT seit 2002 bekannt."
Auf der Daten-CD, die der Bundesnachrichtendienst für 4,5 Millionen Euro kaufte, standen neben den Deutschen auch Bürger anderer Staaten. Die Ermittler übergaben die Informationen an die entsprechenden Behörden.
29. September 2009 - 09.31 Uhr
© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


