Fünf terrorverdächtige US-Bürger in Pakistan angeklagt
AFP VOM 17.3.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 490 Aufrufe Mehr zum Thema:Terror
Jungen Männern drohen lebenslange Haftstrafen
Die pakistanische Justiz hat Anklage gegen fünf festgenommene US-Bürger wegen Terrorismus erhoben. Die Anklageschriften wurden nach Angaben der Verteidiger am Mittwoch in einem Gericht im Gefängnis von Sargodha im Nordosten des Landes verlesen, wo die fünf jungen Männer im Dezember festgenommen worden waren. Der Verteidiger Hasan Dastagir sagte der Nachrichtenagentur AFP, seine Mandanten hätten die Vorwürfe "einstimmig" und vollständig zurückgewiesen. Im Falle einer Verurteilung drohen den 18 bis 25 Jahre alten Angeklagten lebenslange Haftstrafen. Journalisten waren nicht zu der Anhörung zugelassen.
Die fünf jungen US-Bürger mit pakistanischen und afrikanischen Wurzeln waren Anfang Dezember in Sargodha festgenommen worden und sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Sie wurden mehrfach verhört, unter anderem auch von der US-Bundespolizei FBI. Foltervorwürfe der Gefangenen wiesen die Justizvollzugsbehörden zurück.
Die pakistanische Staatsanwaltschaft und die Polizei hatten gefordert, die fünf jungen Männer wegen Anschlagsplänen in Pakistan und anderen Ländern vor Gericht zu stellen. Sie wollten demnach in die pakistanischen Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan reisen, um sich dort zu Terroristen ausbilden zu lassen und sich dann den radikalislamischen Taliban in Afghanistan anzuschließen. Eine Abschiebung der Männer in die USA hatte Pakistan abgelehnt.
17. März 2010 - 14.10 Uhr
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