Experten prüfen mutmaßliche Mordwaffe im Fall Knox
AFP VOM 22.1.2011 | Nachrichten - Allgemein | 1487 Aufrufe Mehr zum Thema:Knox, Mord
US-Studentin ging in Italien gegen Urteil in Berufung
Im Berufungsverfahren gegen die in Italien wegen Mordes verurteilte US-Studentin Amanda Knox hat das Gericht zwei Experten bis zum 21. Mai gegeben, DNA-Spuren an der mutmaßlichen Mordwaffe erneut zu überprüfen. Die beiden Gutachter, die auf Antrag der Verteidigung erstmals vor dem Berufungsgericht im mittelitalienischen Perugia erschienen, sollen die Beweise noch einmal untersuchen, die zur Verurteilung von Knox und ihres ehemaligen Freundes wegen des Mordes an der britischen Studentin Meredith Kercher führten.
Im Zentrum der neuen Untersuchungen steht ein Küchenmesser. Nach dem Stand der bisherigen Ermittlungen sollen DNA-Spuren von Knox am Griff des Messers identifiziert worden sein, diejenigen des Opfers an der Klinge. Die Verteidiger der 23-jährigen Knox argumentieren jedoch, die Waffe passe nicht zu den Wunden Kerchers. Zudem lassen demnach die geringen DNA-Spuren Kerchers an der Klinge vermuten, dass es während der Ermittlungen verunreinigt worden sei.
Knox und ihr italienischer Ex-Freund Raffaele Sollecito waren im Dezember 2009 wegen Mordes an Kercher zu 26 und 25 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das 21-jährige Mordopfer Kercher aus Großbritannien war Anfang November 2007 halbnackt und mit durchschnittener Kehle in dem Haus gefunden worden, das sie gemeinsam mit Knox und zwei Italienerinnen in Perugia bewohnte. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft wurde sie ermordet, weil sie sich weigerte, bei Sexspielen mitzumachen.
22.01.2011 - 16:01 Uhr


