Ex-BayernLB-Vorstand Gribkowsky will nun doch mit Ermittlern reden
AFP VOM 15.6.2012 | Nachrichten - Allgemein | 531 Aufrufe Mehr zum Thema:Ex-BayernLB-Vorstand, Gribkowsky
Gesprächsangebot kurz vor Ende des Millionen-Prozesses
In den Millionenbetrugsprozess um den früheren BayernLB-Finanzvorstand Gerhard Gribkowsky ist am Freitag kurz vor dem Ende überraschend doch noch Bewegung durch den Angeklagten gekommen. Der der Annahme von 44 Millionen Dollar Schmiergeld beschuldigte Gribkowsky, der in dem seit Oktober laufenden Prozess bisher geschwiegen hat, suchte über seine Verteidiger nach Angaben des Landgerichts München I nun Gespräche mit der Staatsanwaltschaft. Dies könnte die Bereitschaft des 54-Jährigen zu einem Geständnis bedeuten.
Ursprünglich sollten am Freitag die Plädoyers beginnen. Das Gericht setzte die Verhandlung nach dem Signal der Gesprächsbereitschaft bis zum kommenden Mittwoch aus. Laut Staatsanwaltschaft blieb das Gesprächsangebot der Verteidigung bisher allerdings sehr im Ungefähren, der Zeitbedarf für die Gespräche sei deshalb noch nicht absehbar.
Gribkowsky war Risikovorstand der BayernLB. Er muss sich wegen Bestechlichkeit, Veruntreuung von Bankvermögen und Steuerhinterziehung vor Gericht verantworten, weil er beim Verkauf der von der Bank gehaltenen Formel-1-Anteile vom Chef der Rennserie, Bernie Ecclestone, 44 Millionen US-Dollar kassiert haben soll.
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