Ex-Telekom-Manager verklagt Nordrhein-Westfalen auf Schmerzensgeld
AFP VOM 7.7.2005 | Nachrichten - Vor Gericht | 2151 Aufrufe Mehr zum Thema:Telekom, Schmerzensgeld, Immobilien
- Juristisches Nachspiel von Telekom-Immobilien-Verfahren
Das bereits eingestellte Verfahren gegen Manager der Deutschen Telekom wegen der Überbewertung von Firmenimmobilien hat einem Zeitungsbericht zufolge ein juristisches Nachspiel. Einer der Hauptbeschuldigten, der frühere Telekom-Finanzvorstand Joachim Kröske, habe beim Landgericht Düsseldorf Klage gegen das Land Nordrhein-Westfalen als Dienstherr der Staatsanwaltschaft Bonn eingereicht, berichtet die "Westdeutsche Zeitung" (Donnerstagausgabe). Er fordere 20.000 Euro Schadenersatz sowie ein "angemessenes Schmerzensgeld, mindestens jedoch 50.000 Euro".
In der beim Landgericht Düsseldorf eingegangenen Amtshaftungsklage erhebt Kröske dem Bericht zufolge schwere Vorwürfe gegen die Bonner Staatsanwaltschaft. In der 240 Seiten umfassenden Klageschrift werde der Vorwurf erhoben, die Bonner Fahnder hätten "Ermittlungsinhalte verfälscht", "Begründungen konstruiert" und "Sachverständigengutachten willkürlich ausgelegt", sagte Kröskes Anwalt Thomas Knierim der Zeitung.
Die Staatsanwaltschaft Bonn hatte gegen Kröske und andere Telekom-Manager, darunter auch Ex-Vorstandschef Ron Sommer, wegen des Verdachts der Falschbilanzierung im Zusammenhang mit der umstrittenen Bewertung von Telekom-Immobilien ermittelt. Das Verfahren war zur Enttäuschung tausender Telekom-Kleinaktionäre Anfang Juni eingestellt worden. Im Gegenzug hatte sich die Telekom verpflichtet, fünf Millionen Euro für einen gemeinnützigen Zweck zu zahlen. Kröske hatte dem Bericht zufolge als Auflage für die Einstellung 250.000 Euro zahlen müssen.
7. Juli 2005 - 08.09 Uhr
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