
In Kolumbien ist ein Ex-General wegen seiner Rolle bei Morden rechter Paramilitärs im Jahr 1997 zu 40 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Gericht in Bogotá begründete die Strafe wegen Unterlassung in seinem am Mittwoch (Ortszeit) veröffentlichten Urteilsspruch damit, dass der inzwischen pensionierte Jaime Humberto Uscátegui wissentlich ein fünftägiges Massaker einer paramilitärischen Gruppe in dem Dorf Mapiripán im Südosten des Landes geduldet habe. Die Vereinigten Selbstverteidigungskräfte Kolumbiens (AUC) brachten im Juli 1997 mindestens 49 Menschen in dem Dorf um. Uscátegui war zu der Zeit militärisch verantwortlich für das Gebiet.
Die Richter sahen es als erwiesen an, dass zwischen Militärvertretern und den rechten Paramilitärs eine Absprache bestand, wonach die Soldaten die Gruppe nicht an den tagelangen Morden hinderten. Zudem habe Uscátegui die Justiz vorsätzlich getäuscht, um die Verantwortlichen des Massakers zu schützen. Im Zusammenhang mit den Morden war zuvor bereits der Oberst Hernando Orozco zu 40 Jahren Gefängnis verurteilt worden.
26. November 2009 - 10.06 Uhr
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