Ex-Börsenmaklern von Credit Suisse drohen Klagen in New York
AFP VOM 1.2.2012 | Nachrichten - Allgemein | 343 Aufrufe Mehr zum Thema:Ex-Börsenmaklern, Credit Suisse, Bonus
Händler erschlichen sich offenbar höhere Boni
Die New Yorker Staatsanwaltschaft bereitet einem Pressebericht zufolge Klagen gegen mehrere ehemalige Börsenmakler der Schweizer Bank Credit Suisse vor, die sich höhere Boni erschlichen haben sollen. Wie das "Wall Street Journal" am Mittwoch berichtete, sollen die Händler im Jahr 2008 einige mit Hypotheken besicherte Wertpapiere trotz fallender Kurse zu hoch bewertet haben, um bessere Erfolgsprämien einzustreichen. Die Staatsanwaltschaft von Manhattan werfe ihnen Irreführung von Investoren vor, möglicherweise werde die Klage schon am Mittwoch eingereicht.
Der Prozess richte sich nicht gegen die Credit Suisse selbst, berichtete das "WSJ" unter Berufung auf informierte Kreise. Unklar war, wieviele Börsenhändler gerichtlich belangt werden sollen. Zwei von ihnen wollen sich demnach schuldig bekennen, um einen Prozess zu verhindern. Andere würden sich der US-Bundespolizei stellen. Dem Bericht zufolge will auch die US-Finanzaufsicht SEC Zivilklagen anstrengen.
2008 hatte Credit Suisse wegen Überbewertung von Wertpapieren vier Händler entlassen. Kurz darauf nahm die Bank Abschreibungen auf Wertpapiere in Höhe von 2,85 Milliarden Dollar vor. Anfang 2008 hatte die Finanzkrise in den USA begonnen, im März wurde die kurz vor dem Konkurs stehende US-Investmentbank Bear Stearns verkauft, im September ging die Bank Lehman Brothers pleite.
01.02.2012 - 13:30 Uhr
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