Ex-Bayern-LB-Vorstände sollen auch für US-Geschäft verklagt werden
AFP VOM 24.1.2011 | Nachrichten - Allgemein | 654 Aufrufe Mehr zum Thema:BayernLB
Fahrenschon: Verwaltungsrat will Schadenersatz
Die ehemaligen Vorstände der Bayerischen Landesbank sollen sich nicht nur wegen des Milliardendesasters der Bank mit der Hypo Alpe Adria (HGAA), sondern auch wegen Fehlspekulationen in den USA verantworten müssen. Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) sagte dem "Münchner Merkur" (Dienstagsausgabe), die Ex-Vorstände sollten wegen dieses Geschäfts verklagt werden. "Wir haben im Verwaltungsrat beschlossen, gegen sämtliche Ex-Vorstände der Landesbank Schadenersatz-Ansprüche geltend zu machen - sowohl wegen der Pflichtverletzungen beim HGAA-Kauf als auch im Zusammenhang mit den ABS-Investments", sagte Fahrenschon. "Auch dort wurden durch Spekulation enorme Verluste gemacht."
Die BayernLB war wegen riskanter Geschäfte in Schieflage geraten, alleine der Kauf der HGAA kostete dem Freistaat Bayern und damit dem Steuerzahler mehr als 3,7 Milliarden Euro. Bislang hatte der Verwaltungsrat nur wegen der HGAA Klagen beschlossen. Fahrenschon sagte, über die Klagen werde bis zum Sommer entschieden. "Sämtliche Vorstände haben Verjährungsverzichts-Erklärungen abgegeben, wir behalten uns eine Klage ausdrücklich offen. Wir haben dafür jedenfalls bis Mitte des Jahres Zeit." Es könnten sowohl die Ergebnisse des Untersuchungsausschusses im Landtag als auch die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft abgewartet werden.
24.01.2011 - 17:31 Uhr


