Erste Anklagen nach Brandanschlägen auf Kirchen in Malaysia
AFP VOM 29.1.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 1468 Aufrufe Mehr zum Thema:Brandanschläge, Malaysia, Kirche
Nach einer Reihe von Brandanschlägen auf Kirchen haben die Behörden in Malaysia am Freitag Anklage gegen drei Männer erhoben. Den Kurierfahrern wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, Anfang Januar eine Kirche in einem Vorort der Hauptstadt Kuala Lumpur in Brand gesteckt haben. Die Verdächtigen erklärten sich für nicht schuldig. Im Fall einer Verurteilung drohen den Männern bis zu 20 Jahre Haft. In den vergangenen Wochen hatte es in Malaysia eine ganze Reihe von Anschlägen auf Kirchen und später auch auf Moscheen gegeben.
Hintergrund war ein Streit darüber, ob auch Christen das Wort "Allah" als Bezeichnung für "Gott" verwenden dürfen. Das Oberste Gericht hatte einer Zeitung dieses Recht Ende Dezember zugesprochen. Angesichts der Wut islamischer Gruppen und Warnungen vor Unruhen setzte das Oberste Gericht sein Urteil Anfang Januar allerdings aus. Religion und Sprache sind in dem Vielvölkerstaat Malaysia heikle Themen. Muslime machen 60 Prozent der Bevölkerung aus, Chinesen 25 Prozent und Inder acht Prozent. Etwa 10 Prozent der Bevölkerung sind Christen, unter ihnen rund 850.000 Katholiken.
29. Januar 2010 - 10.50 Uhr
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