Ermittlungen gegen Urheber von tödlichem Schuss in Afghanistan
AFP VOM 15.2.2011 | Nachrichten - Allgemein | 1177 Aufrufe Mehr zum Thema:Soldat
Mutmaßlicher Schütze des Munitionsdiebstahls verdächtigt
Gegen den mutmaßlich für den Tod eines Kameraden in Afghanistan verantwortlichen Bundeswehrsoldaten läuft ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Gera bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht der "Stuttgarter Nachrichten" (Mittwochsausgabe). Wie der Sprecher sagte, fand die Polizei bei dem Soldaten im vergangenen August bei einer Zufallskontrolle Übungsmunition im Auto. Es habe sich nur um einzelne Platzpatronen gehandelt, die der Soldat aber nach der Übung hätte zurückgeben müssen. Es müsse vor der Entscheidung über das weitere Vorgehen noch geklärt werden, ob Übungsmunition überhaupt unter das Waffengesetz falle.
Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, erwägt die Ermittlungsbehörde, die Ermittlungen mit denen wegen des Vorfalls vom 17. Dezember zusammen zu legen. Damals hatte der Soldat versehentlich beim Hantieren mit der Waffe seinen Kameraden erschossen. Die Ermittlungen zu diesem Vorfall werden dem Sprecher zufolge noch einige Wochen dauern. Inzwischen sei dem Landeskriminalamt die Waffe übergeben worden, damit darüber ein Gutachten erstellt werden könne. Außerdem müssten acht als Zeugen geführte Soldaten sowie der Beschuldigte selbst noch einmal vernommen werden. Sowohl das Gutachten als auch die Befragung werde noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen.
15.02.2011 - 16:01 Uhr
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