Ermittlungen gegen Polizisten nach Tod von 14-jährigem Einbrecher
AFP VOM 10.8.2009 | Nachrichten - International | 903 Aufrufe Mehr zum Thema:Tötung
Beamten drohen drei Jahre Haft wegen fahrlässiger Tötung
Die österreichische Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung gegen zwei Polizisten eingeleitet, die einen 14-jährigen mutmaßlichen Einbrecher in einem Supermarkt erschossen hatten. Mit Hilfe einer Tatrekonstruktion, von ballistischen Gutachten und dem Obduktionsbericht solle dann über eine mögliche Anklageerhebung entschieden werden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Korneuburg am Montag. Bei einem Schuldspruch könnten den Beamten drei Jahre Haft bevorstehen.
Die Polizisten hatten in der Nacht zum vergangenen Mittwoch den 14-Jährigen und seinen 17-jährigen Komplizen beim Einbruch in einen Supermarkt in Krems erwischt und auf sie geschossen. Der 14-Jährige starb laut Obduktion durch einen Schuss in den Rücken, der 17-Jährige wurde durch Oberschenkeldurchschüsse schwer verletzt. Die Beamten hatten sich nach Polizeiangaben zufolge durch die beiden plötzlich in der Dunkelheit auftauchenden Gestalten bedroht gefühlt. Nach Angaben des 17-Jährigen wollten die beiden Einbrecher jedoch gerade fliehen, als die Polizisten das Feuer eröffneten. Am vergangenen Freitag nahm die Polizei noch einen weiteren Verdächtigen fest, der ebenfalls an dem Einbruch beteiligt gewesen sein soll.
10. August 2009 - 18.37 Uhr
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