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Erhöhtes Polizeiaufgebot und schusssichere Plexiglaswand im Gericht

AFP VOM 4.12.2002 | Nachrichten - Aktuelle Prozesse | 23111 Aufrufe
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Motassadeq

- Scharfe Sicherheitsvorkehrungen für Hamburger Terror-Prozess

Der Prozess gegen den mutmaßlichen Terroristen Mounir El Motassadeq vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht findet unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen statt. Sowohl im als auch vor dem Gericht wird nach Angaben der Hamburger Behörden mehr Sicherheitspersonal eingesetzt als bei gewöhnlichen Strafverfahren. Vorgesehen sind zudem strenge Einlasskontrollen und Absperrungen. Einzelheiten des Sicherheitskonzepts will die Polizei aus taktischen Gründen nicht verraten. Eine Sprecherin kündigte lediglich an, man werde "hohe Sicherheitsvorkehrungen" treffen.

Im Gerichtssaal wird eine schusssichere Plexiglaswand Richter, Anwälte und den Angeklagten von den Zuhörern trennen. Nach Angaben einer Gerichtssprecherin wird das Publikum ähnlich wie am Flughafen mit Metalldetektoren auf Waffen durchsucht. Alle besonderen Sicherungsmaßnahmen betreffen nach Angaben von Thomas Model, Referent der Innenbehörde, aber nur den Bereich des Gerichtsgeländes und die Wegstrecke, die der Angeklagte aus der Haftanstalt dorthin zurücklegen muss. "Die Sicherheitslage für die Stadt ist keine andere als sonst", sagte Model. "Uns sind keine konkreten Pläne bekannt, dass wegen des Verfahrens in Hamburg mit Anschlägen zu rechnen ist."

Wegen des erwarteten Ansturms von Journalisten aus aller Welt ließ die Justizbehörde zudem für 20.000 Euro den größten Saal des Strafgerichtsgebäudes umbauen. Im Saal 237 die Glastrennwand versetzt, so dass nun insgesamt hundert Reporter und 40 sonstige Zuhörer einen Platz bekommen. Noch in der vergangenen Woche hatte die Justizbehörde nur 85 Plätze für Journalisten vorgesehen.

21. Oktober 2002 - 14.56 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2002



Seiten in diesem Artikel:
Seite 1: Verteidigung beantragt Einstellung von Motassadeq-Prozess
Seite 2: US-Bürger als Nebenkläger im Motassadeq-Prozess zugelassen
Seite 3: Hamburg: Bericht zu Überweisungen der Terrorzelle
Seite 4: Zeuge in Motassadeq-Prozess: Atta war Fanatiker
Seite 5: Zeugen relativieren Aussage zu Gewaltbereitschaft Motassadeqs
Seite 6: Todespiloten wollten angeblich nach Tschetschenien
Seite 7: El Motassadeq räumt Geschäfte für Attentäter vom 11. September ein
Seite 8: Über mich hat er keine Macht gehabt
Seite 9: Motassadeq bestreitet Beteiligung an 11. September
Seite 10: Prozess gegem mutmaßlichen Terroristen El Motassadeq begonnen
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Seite 12: Statthalter der Todespiloten oder ahnungsloser Helfer?
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