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Erfolglose Autoreparatur Durchsetzung der Gewährleistung

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Erfolglose Autoreparatur Durchsetzung der Gewährleistung

Vor gut 2 Monaten hatte ich meinen Wagen in der Werkstatt, da er aus niedrigen Drehzahlen beim Beschleunigen ruckelte.
Zunächst war es nach der Reparatur auch in Ordnung. Nach und nach kam es vereinzelt aber immer wieder zu einem leichten ruckeln.
Seit 2 Tagen ist es extrem schlimm. Den Werkstattermin habe ich schon.
Nun gibt es Gewährleistung auf Autoreparaturen.
http://www.autobild.de/drucken_alles.php?artikel_id=41
Wie kann man aber in der Praxis diese Gewährleistungsrechte durchsetzen? Die Werkstatt kann mir viel erzählen, da ich selber wenig Ahnng habe. Es könnten theoretiech andere Teile defekt sein. Was auch immer.
Gibt es Formvorschriften an die Mängelrüge?
Genügt der Hinweis. der Wagen sei vor 2 Monaten repariert worden und nun sei der Mangel wieder da, oder muss man konkret eine Nachbesserung fordern?


von Interessierter Laie am 19.12.2006 11:56
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>Erfolglose Autoreparatur Durchsetzung der Gewährleistung
Nachtrag:
Es sind die Zündkabel.
Da mir vor 2 Monaten die Zündkerzen in der gleichen Werkstatt ausgetauscht wurden, neige ich dazu den Arbeitslohn nicht zu zahlen. Die Kabel sind mit Sicherheit nicht in 2 Monaten kaputt gegangen. Ein damaliger Austausch hätte keine Arbeitsmehrkosten verursacht.
Wir schätzt Ihr die Durchsetzbarkeit ein.


von Interessierter Laie am 20.12.2006 15:16
Status: Unsterblich (1645 Beiträge)
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>Erfolglose Autoreparatur Durchsetzung der Gewährleistung
Wird das Auto nur gegen Zahlung ausgehändigt oder darf man dort gegen Rechnung zahlen?

Ich schätze die Durchsetzbarkeit = 0 ein, denn Zündkabel wie Zündkerzen sind Verschleißteile, beides ist einem Alterungsprozess unterworfen und es ist durchaus möglich, dass die Zündkabel jetzt durch die Witterung (poröse Gummiummantelung) als erneute Ursache für die gleichen Symptome sorgen wie vorher die Zündkerzen.
Dafür spricht auch der Umstand, dass das Problem nach dem Zündkerzen-Wechsel verschwunden war.

quote:
Ein damaliger Austausch hätte keine Arbeitsmehrkosten verursacht.

Das stimmt nicht, denn schließlich erledigt sich diese zusätzliche Arbeit nicht von alleine. Allerdings muss ich sagen, dass ich für das Auswechseln von (Marder-Opfer-)Zündkabeln noch nie mehr als die Materialkosten zahlen musste. Solchen Service bietet aber nicht jede Werkstatt (und muss sie auch nicht).

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"Viele Leute glauben, daß sie denken, wenn sie lediglich ihre Vorurteile neu ordnen. (W. James)"


von Schnuckelchen am 22.12.2006 16:31
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>Erfolglose Autoreparatur Durchsetzung der Gewährleistung
Du hast grundsätzlich natürlich Recht Schnuckelchen.
Aber Verschleißteile gehen nicht von heute auf Morgen kaputt. Ganz weg war das Problem nur wenige Tage. Ich hätte halt früher reklamieren sollen.
Der Mehraufwand des Zündkabelwechsels, wenn Zündkerzen sowieso gewechselt werden müssen, ist tatsächlich fast Null. Man kommt ohne Aufwand heutzutage ja an den Motor gar nicht mehr ran. Der Zündkabelwechsel hat mich insgesamt gut 100 € gekostet. Natürlich mit den Diagnosen.
Die im Oktober ausgetauschten Zündkerzen waren übrigens erst 15 Monate drin.
Mir ist klar, dass das nicht leicht wird.
Aber Reparaturkosten von 330 € sind für einen solchen Schaden Wucher. Ich würde mich auch nicht so sehr aufregen, wenn der Materialwert nicht alleine 230 € betragen würde und mir nicht mal ein geringfügiges Entgegenkommen angeboten wurde. Die Werkstatt weigerte sich übrigens auch andere als die riginalteile einzubauen. Die wären 80 € billiger gewesen. Vor den Feiertagen hatte ich aber keine Möglichkeit mehr woanders hinzugehen. Uns selber machen ist wegen der verbauten Motoren auch nicht so einfach.
Die Reparatur war wenigsten offensichtlich erfolgrich. Über die Feiertage lief der Wagen wie seit Ewigkeiten nicht mehr. Auch in Indiz dafür, dass im Oktober nicht saubr gearbeitet wurde.


von Interessierter Laie am 27.12.2006 12:29
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>Erfolglose Autoreparatur Durchsetzung der Gewährleistung
Hallo M Vey

An die heutzutage bei etlichen PKWs komplett 'eingepackten' Motoren hatte ich gar nicht gedacht (bei meinem Auto kommt man noch überall dran und es reichen auch notfalls die häuslichen Maulschlüssel und ein kompetenter Vater für kleinere Reparaturen aus
). Da hast du natürlich Recht, dass eine zweite Reparatur Mehrkosten verursacht, die ins Gewicht fallen. Auch gehen Verschleißteile sicher nicht von heute auf morgen kaputt - aber wenn der 1. Versuch mit dem Zündkerzenwechsel für ein Ende der Symptome sorgte, kann ich schon nachvollziehen, dass man dann nicht noch nach weiteren möglichen Ursachen gesucht hat - und so die evtl. schon angegriffenen Zündkabel gar nicht bemerkt hat. Außerdem sind heutzutage ja alle Autos mit einem hübschen Stecker zum Onboard-Diagnose-System ausgestattet ... da ist die Fehlerquelle schnell eingrenzt oder gleich klipp und klar benannt. Und wenn da keine Meldung kommt, weils die Zündkabel halt noch tun ...
Das bringt mich aber auf den Punkt Diagnose-Kosten - viel Zeit kann man mit der Fehlersuche ja eigentlich nicht verbracht haben, oder?

quote:
Die im Oktober ausgetauschten Zündkerzen waren übrigens erst 15 Monate drin.

Je nach Qualität der verwendeten Kerzen durchaus im Rahmen. Hochwertige müssen allerdings deutlich länger halten, wenn man nicht grad zu den Kurzstrecken-Pendlern gehört.

quote:
...und mir nicht mal ein geringfügiges Entgegenkommen angeboten wurde. Die Werkstatt weigerte sich übrigens auch andere als die riginalteile einzubauen. Die wären 80 € billiger gewesen.

Das klingt nach markengebundener Werkstatt. Gibt es denn im näheren Umkreis keine freie Alternative mit Qualität? Die sind doch normalerweise auch wesentlich flexibler, wenn man noch schnell was erledigt haben muss.

Selber machen lohnt sich heutzutage auch bei Standard-Reparaturen am Auto so gut wie gar nicht mehr (selbst wenn man es mit Hausmitteln könnte).

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von Schnuckelchen am 29.12.2006 22:49
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