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Erbe und Steuerliche Folgen!

6.1.2009 Thema abonnieren Zum Thema: Steuerliche
 Von 
Job-Center
Status:
Schüler
(434 Beiträge, 54x hilfreich)
Erbe und Steuerliche Folgen!

Hallo

3 Kinder A,B und C haben eine Immobilie (WEG) in D geerbt, Erblasser Vater der sein Hauptwohnsitz in D war.

Kinder A und B wohnen im Ausland, Kind C wohnt in D. Die gerbte Immobilie hat ein Wert von 3X

A und B wollen die Immobilie behalten (für Urlaub in D..etc), C natürlich möchte seine Anteil verkaufen, es gibt hier 2 Möglichkeiten die alle drei darüber einig sind:

1) A und B sind bereit an C seine Anteil X zuzahlen.
2) oder aber, C bekommt die gerbte Immobilie komplett wenn er an A und B eine andere Immobilie (die C besitzt) im Wert von 2X überschreibt.

Wie sind die steuerliche Folgen von 1 und 2 für A,B, und C?



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Steuerliche


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(27760 Beiträge, 8300x hilfreich)

zu 1) keine steuerliche Auswirkungen

zu 2) Für die Immobilie von C im Wert von 2X fällt Grunderwerbsteuer (3,5% des Wertes) für A und B an. Weitere steuerliche Auswirkungen gibt es nicht.

Im Fall 2 sind wohl die Gebühren für Notar- und Grundbucheintrag deutlich höher als im Fall 1.

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#2
 Von 
Job-Center
Status:
Schüler
(434 Beiträge, 54x hilfreich)

Hallo hh, vielen Dank für die Antwort

Im Fall 1)

*Drei-Objekt-Grenze sind ererbte Grundstücke nicht mit einzubeziehen. Wird Grundbesitz durch vorweggenommene Erbfolge übertragen, kommt jedoch die Drei-Objekt-Grenze zur Anwendung.*

Wird das dann zutreffend? A und B werden nie im Grundbuch eingetragen.
Das Objekt hat der Erblasser in 2001 erworben.

Im Fall 2)

Ich dachte, dass der Grundstückserwerb durch Schenkung von Geschwister ist von der Grunderwerbsteuer befreit! Aber auch wenn, C kann sich vertraglich verpflichten die Grundsteuer zuzahlen, is das richtig?

Und noch eine Frage, gibt´s hier Fristen die man beachten muss?

Wir haben schon einen RA und einen Notar, die beide aber haben über ein 1000 Fragen beantwortet, wir wollen gerne alles genau wissen.

Vielen Dank im Voraus

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#3
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(27760 Beiträge, 8300x hilfreich)

zu 1) Eine vorweggenommene Erbfolge gibt es hier doch gar nicht.

zu 2) Es handelt sich ja nicht um eine Schenkung zwischen Geschwister, sondern um einen Tausch. Bei einem Tausch fällt im Prinzip doppelt Grunderwerbsteuer (GrESt) an. Für die geerbte Immobilie fällt jedoch nichts an, da der Erwerb durch Miterben von der GrESt befreit ist. Veräußerungen an Geschwister sind übrigens nicht von der GrESt befreit.

Eine Schenkung unterliegt nicht der GrESt, sondern der Schenkungssteuer. Die Schenkungssteuer dürfte im Normalfall bei Schenkungen zwischen Geschwistern aber deutlich höher ausfallen als die GrESt. Da es sich aber auch gar nicht um eine Schenkung handelt, ist das GrEStG anzuwenden. Es sollte aus dem notariellen Vertrag daher auch zu entnehmen sein, dass es sich um einen Tausch handelt.

C kann sich natürlich verpflichten, die anfallende GrESt zu übernehmen.

Fristen sind nicht zu beachten.

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#4
 Von 
Job-Center
Status:
Schüler
(434 Beiträge, 54x hilfreich)

Endlich ist die Sache klar!

Habe wie gesagt über ein 1000 Frage an RA und Notar gestellt, ohne konkrete Antwort zu bekommen.

Ich habe eben mit dem Notar telefoniert und er hat alles bestätigt. Er wird jetzt für Möglichkeit 2 vorbereiten.

Vielen Dank von mir und im Namen A und B.
Du bekommst auch ein Bewertung von mir

:grins:



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