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Elsässerin gesteht Messerattacke gegen zehnjährige Tochter

AFP VOM 4.3.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 921 Aufrufe
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Messerangriff, Mutter, Tochter

Schuld zunächst auf fünfjährigen Sohn abgewälzt

Nach dem Versuch, die Schuld auf ihren fünfjährigen Sohn abzuwälzen, hat sich eine Mutter in Frankreich zu einem gefährlichen Messerangriff auf ihre Tochter bekannt. Die 36-jährige Frau aus dem lothringischen Uckange habe die Tat vom Wochenende gestanden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Im Streit habe die Mutter der Zehnjährigen ein Messer in den Bauch gestoßen und sie dabei schwer verletzt.

Die Mutter habe im Streit zugestochen, eine Tötungsabsicht sei nicht erkennbar, sagte der Staatsanwalt von Thionville, Jean-François Mailhes. Die 36-jährige Serviererin habe sich gegen ihre Tochter gewendet, nachdem die Zehnjährige gegen ihre Narbe von einer kürzlich vorgenommenen Operation am Bauch getreten habe. Die Frau habe offenbar aus "Aufregung, Wut und Schmerz" gehandelt, fügte Mailhes hinzu.

Die Frau sollte wegen schwerer Körperverletzung und Verletzung ihrer erzieherischen Aufsichtspflicht einem Untersuchungsrichter vorgeführt werden. Die Staatsanwaltschaft verzichtete auf einen Haftantrag, forderte aber, sie einer strengen Kontrolle der Justizbehörden zu unterwerfen. Der Mutter drohen bis zu zehn Jahre Haft. Ihre Kinder wurden unter behördliche Aufsicht gestellt.

Die Mutter hatte nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft aus Angst vor einer Gefängnisstrafe ihren fünfjährigen Sohn gezwungen, die Verantwortung für die Messerattacke zu übernehmen. Der Polizei erzählten beide, der Junge habe sich nach einem Streit um eine Spielkonsole ein Küchenmesser geholt, das er für ein Spielzeug gehalten habe, und seine Schwester damit verletzt. Die Mutter hatte der Geschichte zufolge während des Vorfalls geschlafen. Ein medizinischer Gutachter hatte jedoch herausgefunden, dass die Verletzung nicht durch einen Fünfjährigen herbeigeführt worden sein konnte. Daraufhin wurde die Mutter in Gewahrsam genommen, und sie gestand ihre Schuld.

Wegen der schweren Verletzung durch den Messerangriff wurde das Mädchen weiter im Krankenhaus behandelt, sie war aber außer Lebensgefahr. Die Mutter hatte der Zehnjährigen nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine fünf Zentimeter tiefe Wunde zugefügt, das Kind verlor dabei viel Blut. Allerdings sei es nicht an der Lunge getroffen worden.

4. März 2009 - 15.09 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009




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