El-Dschasira-Reporterin berichtet über Folter in syrischem Gefängnis
AFP VOM 19.5.2011 | Nachrichten - Allgemein | 673 Aufrufe Mehr zum Thema:Folter, Syrien
Journalistin war mehrere Wochen in Syrien und Iran inhaftiert
Die mehrere Wochen in Syrien und im Iran inhaftierte Journalistin des arabischen Nachrichtensenders El Dschasira, Dorothy Parvez, hat über Folter in einem syrischen Gefängnis berichtet. "Ich war in Syrien drei Tage und zwei Nächte in einem Gefängnis und hörte Geräusche brutaler Folter", sagte die amerikanisch-iranisch-kanadische Journalistin am Mittwochabend im englischsprachigen Programm von El Dschasira, für das sie selber arbeitet.
"Zu jeder beliebigen Zeit des Tages und der Nacht hörte man Schläge, Schreie und Gebrüll. (.. .) Es schien endlos, irgendwann will man sich die Ohren zuhalten", sagte Parvez, die am Mittwoch im Iran freigelassen worden und mit einem Flug nach Doha zurückgekehrt war. "Niemand trug eine Uniform, niemand hatte einen Namen, niemand hatte die Verantwortung (.. .), viele dieser Männer handelten wie Gauner", sagte Parvez weiter.
In dem Interview sagte die junge Journalistin, sie sei in einer kleinen, sehr dreckigen Zelle mit einer Jugendlichen festgehalten worden, die auf der Straße festgenommen worden war. Diese habe hysterisch geweint, weil sie ihre Eltern nicht erreichen konnte. Parvez war am 29. April bei ihrer Einreise nach Syrien festgenommen worden, weil sie nach Angaben der Behörde mit einem abgelaufenen iranischen Pass einzureisen versuchte. Anschließend sei sie in den Iran ausgeliefert worden, weil dieser den Pass ausgestellt hatte.
19.05.2011 - 14:31 Uhr
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