Ein aus JVA Aachen ausgebrochener Schwerverbrecher gefasst
AFP VOM 29.11.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 1179 Aufrufe Mehr zum Thema:Gefängnis, Ausbruch
Suche nach zweitem Ausbrecher dauert an
Einer der beiden am Donnerstag aus der Justizvollzugsanstalt (JVA) Aachen ausgebrochenen Schwerverbrecher ist nach einem Hinweis aus der Bevölkerung gefasst worden. Der 50-jährige Michael Heckhoff wurde in Mülheim an der Ruhr von einem Sondereinsatzkommando festgenommen, wie ein Polizeisprecher in Köln mitteilte. Die Suche nach dem 46-jährigen Peter Paul Michalski dauerte zunächst weiter an.
Den Polizeiangaben zufolge hatten Passanten das Fluchtfahrzeug der beiden, einen schwarzen BMW der 5er Reihe um 10.15 Uhr in einer Seitenstraße in Mülheim bemerkt und die Polizei alarmiert. Heckhoff habe sich in der Nähe des Fahrzeugs aufgehalten und sei kurz nach 11.00 Uhr von einem Spezialeinsatzkommando festgenommen worden.
Die Ausbrecher hatten das Fahrzeug laut Polizei am Samstag einem Ehepaar in Essen gestohlen. Nach einem Bericht von "bild.de" ließen sie die Ehefrau im Haus zurück, während sie den Ehemann zunächst als Geisel mitnahmen. Am Abend ließen sie den 40-jährigen Geschäftsmann aber unversehrt frei und fuhren allein weiter. Von der Polizei wurde diese Geiselnahme zunächst auf Anfrage nicht bestätigt.
Die als rücksichtslos geltenden Verbrecher waren am Donnerstagabend aus dem Aachener Gefängnis geflohen. Dabei wurden sie offensichtlich von einem Aufseher unterstützt, der sich inzwischen in Haft befindet. Die beiden Verbrecher entkamen mit zwei Pistolen samt jeweils acht Schuss Munition, die aus dem Tresor in der Pforte der JVA stammen. Bei ihrer Flucht nutzten sie zunächst ein Taxi. In Köln nahmen sie eine 19-Jährige als Geisel und fuhren mit der jungen Frau und ihrem Auto nach Essen, wo der Wagen aber wegen Spritmangels liegen blieb. Die Frau kam anschließend unversehrt frei.
Heckhoff und Michalski saßen seit Oktober 2008 beziehungsweise Februar 2006 in der Haftanstalt Aachen. Heckhoff war nach einer Geiselnahme in der JVA Werl 1992 wegen Mordversuchs verurteilt worden. Bei der Geiselnahme waren zwei Geiseln angezündet worden, die zuvor mit brennbarer Flüssigkeit überschüttet worden waren. Michalski saß wegen Mordes und schwerer räuberischer Erpressung hinter Gittern. Die Taten beging er den Angaben zufolge 1993 bei zwei Raubüberfällen während eines Hafturlaubes.
29. November 2009 - 16.44 Uhr
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