Ein Überblick zum Strafverfahrensrecht

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Eingriffsgrundlagen, §§ 94 ff. StPO

  1. Durchsuchung, §§ 102 ff. StPO

    Rolf Tarneden
    seit 2004 bei
    123recht.net
    Rechtsanwalt
    Köbelinger Str. 1
    30159 Hannover
    Tel: 0511. 220 620 60
    Web: www.tarneden-inhestern.de
    E-Mail:
    Ausländerrecht, Strafrecht, Hochschulrecht, Verkehrsrecht
  2. Beschlagnahme

    • Bsp. : Bei Einbruchsdiebstahl erbeutet A einen Camcorder. In die Wohnung ist A mit einem Schraubendreher eingedrungen. Können Camcorder und Schraubendreher beschlagnahmt werden, wenn A die Tat gesteht und ihn 3 Zeugen überführt haben?

    • §§ 94 ff. StPO

      • gebundene Entscheidung, vgl. § 94 StPO
      • es geht um die Beschlagnahme zu Beweiszwecken, § 94 I StPO
      • Zuständigkeit: § 98 StPO
      • kein BN.verbot, § 97 StPO

    • §§ 111 b ff. StPO

      • Ermessen (!), § 111 b StPO
      • hier geht es um Einziehungs (§§ 74 ff. StGB) oder Verfalls (§§ 73 ff. StGB) -gegenstände
        • Einziehung = Gegenstand für die Tat benutzt, § 74 I StGB
        • Verfall = Gegenstand aus der Tat erlangt, § 73 I StGB, aber: § 73 I 2 StGB (beachte §§ 111 b V, 111 k StPO)
      • Zuständigkeit, §§ 111 e, f StPO

  3. Sonstige Maßnahmen (Bsp.e)

    Bsp. : A mit 1,3 pro/mill im Kfz bei Trunkenheitsfahrt im Januar erwischt. Die Hauptverhandlung findet im Juli statt. Was passiert mit Führerschein und Fahrerlaubnis im Januar und Juli?

    • in der HV (im Juli) wird Führerschein gemäß § 69 III StGB eingezogen und Fahrerlaubnis gemäß § 69 I StGB entzogen
    • schon im Januar ist
      • Beschlagnahme des FS, §§ 94 III, 111 b I 2 StPO und
      • vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis möglich, § 111 a StPO
    • § 100 a StPO: Überwachung der Telekommunikation: nur bei Katalogtat
    • § 100 c StPO (u.a. : I Nr. 3 = großer Lauschangriff, Art. 13 III GG - nur bei Katalogtat)

  4. §§ 112 ff. StPO: Untersuchungshaft

    • streng von der Strafhaft zu unterscheiden, für die nach Rechtskraft des Urteils (§ 449 StPO) das StrafvollzugsG (StrVollzG) gilt, § 1 StrVollzG
    • Richtervorbehalt, §§ 114, 125, 128 StPO, Art. 104 GG
    • Haftgründe: §§ 112, 112 a StPO
    • für U.haftbedingungen gilt § 119 StPO iVm Untersuchungshaftvollzugsordnung

  5. Vernehmung des Beschuldigten, §§ 133 ff. StPO

    • §§ 133 ff. StPO gelten für die Vernehmung durch den Richter
    • bei Vernehmung durch die Polizei gilt § 163 a IV StPO
    • bei Vernehmung durch StA gilt § 163 a III StPO
    • im Mittelpunkt stehen:
      • § 136 I 1, 2 StPO: SchweigeR und Verteidigerkonsultation
      • § 136 a StPO: Verbotene Vernehmungsmethoden (Bsp. : Der Fall Magnus G: als M.G. vor der Polizei keine Angaben machte, kündigte Polizei angeblich an, „2 Neger in seine Zelle zu schicken“)

Rolf Tarneden
Rechtsanwalt

www.tarneden-inhestern.de
tarneden@tarneden-inhestern.de

Tel: 0511. 220 620 60
Fax: 0511. 220 620 66

Rechtsanwaltskanzlei
Tarneden & Inhestern

Köbelinger Str. 1 (Nähe Marktkirche)
30159 Hannover

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Seiten in diesem Artikel:
Seite  1:  Ein Überblick zum Strafverfahrensrecht
Seite  2:  Allgemeines zur StPO
Seite  3:  Die Verfahrensbeteiligten
Seite  4:  Allgemeine Vorschriften, §§ 1 - 149 StPO
Seite  5:  Zeugen und Sachverständige, §§ 48 ff., 72 ff. StPO
Seite  6:  Eingriffsgrundlagen, §§ 94 ff. StPO
Seite  7:  Verfahren im ersten Rechtszug, §§ 151 - 295
Seite  8:  Rechtsmittel, §§ 296 - 358 StPO
Seite  9:  Wiederaufnahme, §§ 359 - 373 a StPO
Seite  10:  Beteiligung des Verletzten am Verfahren, §§ 374 - 406 h StPO
Seite  11:  Besondere Arten des Verfahrens, §§ 407 - 444 StPO
Seite  12:  Strafvollstreckung und Kosten des Verfahrens, §§ 449 - 473 StPO
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