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Ehepaar Strauss-Kahn will Zeitschrift verklagen

AFP VOM 29.6.2012 | Nachrichten - Allgemein | 1035 Aufrufe
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Strauss-Kahn

Magazin hatte über angebliche Trennung berichtet

Der frühere IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn und seine Frau Anne Sinclair wollen juristisch gegen Berichte der Zeitschrift "Closer" vorgehen, die von einer Trennung des Paares berichtet hatte. "Als sie von der Seite eins und dem Inhalt der Zeitschrift Closer erfuhren, haben Dominique Strauss-Kahn und Anne Sinclair beschlossen, gegen die Veröffentlichung wegen Verletzung des Privatlebens vorzugehen", teilten die Anwälte des Paares mit. Beim Landgericht Paris würden deshalb bald die nötigen Schritte eingeleitet.

Strauss-Kahn musste vor gut einem Jahr als Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) zurücktreten, nachdem er wegen versuchter Vergewaltigung angeklagt wurde. Ein Zimmermädchen beschuldigt den 63-Jährigen, sie in einem New Yorker Luxushotel zum Sex gezwungen zu haben. Ein Strafprozess wurde im vergangenen Jahr fallengelassen, da die New Yorker Staatsanwaltschaft Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Hotelangestellten hatte. Ein Zivilverfahren läuft aber noch.

Seit dem Frühjahr ermittelt zudem die Justiz im nordfranzösischen Lille gegen den früheren Hoffnungsträger der Sozialisten wegen organisierter Zuhälterei. Dabei geht es um Sex-Partys, an denen "DSK" teilnahm. Der 63-Jährige gibt an, er habe nicht gewusst, dass die Frauen Prostituierte waren.

Zu Beginn der New Yorker Sex-Affäre hatte sich Anne Sinclair demonstrativ hinter ihren Mann gestellt. "Ich glaube keine Sekunde lang den Anschuldigungen, die gegen meinen Mann erhoben werden", erklärte die prominente Fernsehjournalistin. Nach der Rückkehr des Paares im September nach Frankreich zog sich "DSK" weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Sinclair wurde im Januar Chefredakteurin der französischen Ausgabe der renommierten Online-Zeitung "Huffington Post".

© AFP Agence France-Presse GmbH 2012



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