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Ecuadors Verbündete warnen London vor "ernsten Konsequenzen"
AFP VOM 19.8.2012 | Nachrichten - Allgemein | 568 Aufrufe Mehr zum Thema:Ecuador, Verbündete, Assange, Wikileaks, Asyl
Lateinamerikanische ALBA-Staaten beraten über Assange
Im Streit um den in der ecuadorianischen Botschaft in London festsitzenden Wikileaks-Mitbegründer Julian Assange haben Ecuadors lateinamerikanische Verbündete mit "ernsthaften Konsequenzen" gedroht, sollte Großbritannien die Immunität der Botschaft missachten. "Wir warnen die Regierung Großbritanniens, dass sie ernsthafte Konsequenzen befürchten muss, wenn sie die territoriale Integrität der Botschaft von Ecuador in London durchbricht", erklärte das Staatenbündnis ALBA, in dem sich linksgerichtete lateinamerikanische Staaten zusammengeschlossen haben, am Samstag (Ortszeit).
Bei ihrem Treffen im ecuadorianischen Guayaquil forderten die ALBA-Staaten die Vereinten Nationen auf, über die Unverletzlichkeit diplomatischer Missionen weltweit zu beraten. Ecuador hatte Assange, der wegen seiner drohenden Auslieferung nach Schweden in die Botschaft geflohen war, am Donnerstag Asyl gewährt. London kündigte an, den 41-Jährigen festzunehmen, sobald er die Botschaft verlasse. Besonderen Ärger löste aber die Warnung Großbritanniens aus, möglicherweise die diplomatische Immunität der ecuadorianischen Vertretung außer Kraft zu setzen, um Assange aus dem Gebäude zu holen.
In der von Venezuela geführten Bolivarischen Allianz für die Völker unseres Amerika (ALBA) haben sich einige von Lateinamerikas links regierten Staaten zusammengeschlossen: Neben Venezuela und Ecuador gehören dem Bündnis Bolivien, Kuba und Nicaragua sowie einige kleinere Karibikstaaten an.
Am Sonntag wollen in Guayaquil auch die Außenminister der Union südamerikanischer Staaten (UNASUR) über den Fall Assange beraten. Assange selbst will sich am Sonntag (15.00 MESZ) laut Wikileaks erstmals seit der Asyl-Entscheidung öffentlich äußern. Am kommenden Freitag ist ein Treffen der Außenminister der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) in Washington geplant.
© AFP Agence France-Presse GmbH 2012
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