EU-Mission leitet Untersuchung zu Kriegsverbrechen im Kosovo ein
AFP VOM 13.6.2012 | Nachrichten - Allgemein | 708 Aufrufe Mehr zum Thema:EU-Mission, Kriegsverbrechen, Kosovo
56 Tatverdächtige wegen Vorfalls 1999 identifiziert
Die Polizei- und Justizmission der Europäischen Union im Kosovo (EULEX) hat nach eigenen Angaben eine Untersuchung zu "einem der schlimmsten Kriegsverbrechen" während des Jugoslawien-Krieges eingeleitet. Untersucht würden die Vorgänge in dem Dorf Mala Krusa im Süden des Kosovo, teilte EULEX am Mittwoch in Pristina mit. Dort sollen am 25. und 26. März 1999 kurz nach den ersten NATO-Luftangriffen insgesamt 113 Dorfbewohner getötet worden und sämtliche Frauen und Kinder des Dorfes verschleppt worden sein.
Bei Kämpfen zwischen Truppen des damaligen serbischen Präsidenten Slobodan Milosevic und Kosovoalbanern sei zudem Eigentum geplündert und zerstört worden. Bislang seien 56 Tatverdächtige identifiziert, teilte EULEX weiter mit. Die Vorgänge in Mala Krusa waren Teil des Verfahrens gegen Milosevic vor dem UN-Tribunal für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag. Milosevic starb 2006 während des Prozesses im Gefängnis des Haager Gerichts.
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