Das Original seit 2000:
Erste Hilfe in Rechtsfragen.
340723
zufriedene Nutzer
Sie sind hier:  www.123recht.net » Nachrichten » Allgemein » 

EADS droht neuer Ärger wegen Kurssturz durch A380-Probleme

AFP VOM 25.1.2010 | Nachrichten - Allgemein | 1644 Aufrufe
Mehr zum Thema:

EADS, A380

Fondsgesellschaft will auf Schadenersatz klagen

Dem Airbus-Mutterkonzern EADS droht neuer juristischer Ärger wegen der Lieferverzögerungen beim Superjumbo A380 und beim Militärtransporter A400M. Die Fondsgesellschaft der deutschen Sparkassen, Deka Investment, und die Anlagegesellschaft der größten irischen Lebensversicherung, Irish Life Investment Managers (ILIM), fordern Ermittlungen gegen EADS. Das teilte das Handelsgericht in Amsterdam mit.

Das Handelsgericht werde die Parteien am Donnerstag erstmals hören, hieß es. Deka und ILIM wollten "sofortige Maßnahmen" erreichen, erklärte das Gericht ohne nähere Angaben. Auch die Anwälte der Unternehmen lehnten jegliche Stellungnahme ab. Die "Financial Times Deutschland" berichtet, Deka und ILIM wollten Schadenersatz von EADS wegen des Kursrutsches seiner Aktie in Folge der Lieferverzögerungen beim Superjumbo A380. Die EADS-Aktie war im Juni 2006 nach Ankündigung der Verzögerungen bei der A380 an einem Tag um mehr als ein Viertel ihres Wertes abgestürzt.

Das Landgericht Frankfurt am Main verhandelte derweil zudem 32 Klagen möglicherweise geschädigter EADS-Aktionäre. Ein Sprecher des Luft- und Raumfahrtkonzerns wies bereits am Sonntag gegenüber der "FTD" Vorwürfe wegen einer angeblichen Verletzungen börslicher Informationspflichten als "völlig unbegründet" zurück. Dies hätten auch Ermittlungen der Pariser Börsenaufsicht bestätigt.

EADS hatte im Juni 2006 Lieferverzögerungen beim Prestige-Projekt A380 bekanntgegeben, was zu einem massiven Kurssturz der Aktie des Konzerns führte. Die Pariser Börsenaufsicht hatte daraufhin ein Verfahren eingeleitet, weil eine ganze Reihe von Managern ihre Aktienoptionen schon vorher umgewandelt und dabei teils Millionengewinne erzielt hatte. Im Dezember sprachen die Börsenkontrolleure die 17 Führungskräfte jedoch vom Vorwurf des Insiderhandels frei.

Über die Verzögerungen und die Preisexplosion beim Militärtransporter A400M verhandelt EADS derzeit mit den sieben Abnehmerländern. Nach bislang ergebnislosen Gesprächen ist ein weiteres Treffen am Dienstag in Berlin geplant. Die A400M hätte ursprünglich schon Ende vergangenen Jahres ausgeliefert werden sollen. Die Auslieferung verzögert sich wegen technischer Probleme um mindestens drei Jahre, die Kosten könnten nach Schätzungen von Fachleuten um bis zu elf Milliarden Euro höher ausfallen als geplant. Hersteller und Abnehmer streiten sich, wer welche Summen übernimmt.

25. Januar 2010 - 17.51 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010


123recht.net ist Rechtspartner von:

340723
registrierte
Nutzer

durchschnittl. Bewertung

97916
beantwortete Fragen
10
Anwälte jetzt
online
Rechtsanwalt
Florian Wittkop
Kaufungen
Zivilrecht, Strafrecht, Urheberrecht, Internetrecht, Vertragsrecht, Arbeitsrecht
Quickie!
Ihre Meinung zählt.
Eine 50-Stunden-Woche ist bei Niedriglöhnern wie in den Chefetagen keine Seltenheit. Kennt Ihr das? Wie viele Stunden arbeitet Ihr ca. pro Woche?