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Durchsuchungen bei Vietz nach Korruptionseingeständnis

AFP VOM 20.8.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 2652 Aufrufe
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Korruption, Vietz

Mittelständler hatte Bestechung im Ausland eingestanden

Nach einem Zeitungsinterview über Korruption im Ausland hat die Staatsanwaltschaft das Privathaus und sämtliche Firmenräume des Hannoveraner Mittelständlers Eginhard Vietz durchsucht. "Die Schilderungen waren so detailliert, dass die Behörde aufgrund des Legalitätsprinzips handeln musste", sagte ein Sprecher der Behörde dem "Handelsblatt". Vietz hatte vor rund zehn Tagen in einem Gespräch mit der Zeitung offen die Zahlung von Schmiergeld im Ausland eingeräumt, um an Staatsaufträge zu gelangen.

Dem Sprecher der Staatsanwaltschaft zufolge wurden Beamte seiner Behörde und des niedersächsischen Landeskriminalamtes am Donnerstag bei Vietz vorstellig. Dabei seien zahlreiche Akten und Datenträger beschlagnahmt worden. Vietz drohen den Angaben zufolge pro Fall bis zu fünf Jahre Haft.

Vietz selbst sagte dem "Handelsblatt", er habe sich "nichts vorzuwerfen". "Die Welt ist eben so, wie sie ist", sagte er. Als Firmenchef könne er nicht als Saubermann agieren, während sich die Wettbewerber durch Bestechung Vorteile verschafften: "Ich bin verantwortlich für Arbeitsplätze." Das Unternehmen ist ein Rohrleitungsspezialist, der unter anderem Gas- und Ölpipelines baut.

20. August 2010 - 14.05 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010


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