Gegner der Waldschlößchenbrücke im UNESCO-Weltkulturerbe Dresdner Elbtal haben vor Gericht eine Niederlage hinnehmen müssen. Das Dresdner Verwaltungsgericht wies am Donnerstag nach eigenen Angaben eine Klage zurück, mit der Naturschutzverbände einen Stopp der Bauarbeiten an der umstrittenen Brücke erzwingen wollten. Das Gericht erteilte mit seiner Entscheidung Einwänden der Umweltschutzverbände BUND, NABU und Grüne Liga gegen den Planfeststellungsbeschluss für das Bauvorhaben eine Absage. Die Kläger hatten im Wesentlichen geltend gemacht, der Bau der Brücke und ihrer Zufahrten verstoße gegen Europäisches Naturschutzrecht. (Az. : 3 K 923/04)
Das Verwaltungsgericht befand zudem, der von den Klägern favorisierte Tunnel als Alternative zu der Brücke komme nicht in Betracht, da ein solcher Tunnelbau zusätzlich erheblich in den geschützten Flusslauf der Elbe eingreifen würde. Die UNESCO will dem Dresdner Elbtal den Weltkulturerbe-Titel aberkennen, falls die Brückenbauarbeiten nicht abgebrochen werden. Dagegen würde die Kulturorganisation der Vereinten Nationen einen Tunnelbau akzeptieren.
30. Oktober 2008 - 17.22 Uhr
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