Was passiert nach einem positiven Test?

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Sowohl das Verfahren als auch die Strafmaßnahmen bei einem positiven Befund können je nach Sportverband sehr unterschiedlich sein. Die folgenden Ausführungen richten sich nach den Regelungen des IAAF, die im wesentlichen auch mit den Bestimmungen des IOC übereinstimmen.

Sollte die A-Probe eine verbotene Substanz ergeben haben, wird dies dem Sportler unverzüglich mitgeteilt und gleichzeitig eine vorläufige Wettkampfsperre ausgesprochen. Wurde eine Wettkampfkontrolle vorgenommen, ist der Sportler aus der Wertung dieses Wettkampfes zu nehmen.
Auf Verlangen des Kontrollierten ist im nächsten Schritt die bis dahin unter Verschluss gehaltene B-Probe zu überprüfen. Bestätigt sich der Befund, wird beim zuständigen Rechtsausschuss eine endgültige Wettkampfsperre beantragt.
Nach einer mündlichen Verhandlung entscheidet der Rechtsausschuss des Verbandes (="Verbandsgericht"), ob tatsächlich ein Dopingverstoß vorliegt und welche Strafmaßnahmen angebracht sind. Es ist immer auf den jeweiligen Einzelfall einzugehen. Hat der Sportler beispielsweise den Wirkstoff nicht zur Leistungssteigerung eingenommen, sondern aus medizinisch notwendigen Gründen, ist dies beim Strafmaß zu berücksichtigen. Meist wird ein solches "fahrlässiges Doping" mit geringen Sperren geahndet.

Die Strafmaßnahmen richten sich nach dem festgestellten Wirkstoff und der Anzahl der Verstöße. Beispielsweise wird bei einer erstmaligen Übertretung der Koffeingrenzwerte oft nur mit einer Verwarnung des Sportlers reagiert. Die Einnahme von Anabolika zieht dagegen sofort eine mehrjährige Sperre nach sich und im Wiederholungsfall die lebenslange Sperre.

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Seite  1:  Doping - Worum es geht
Seite  2:  Was ist Doping?
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