Diener von Prinzessin Diana soll Verlobungsring der Toten besitzen Seite 1 - AFP vom 17.03.2008
Diener von Prinzessin Diana soll Verlobungsring der Toten besitzen
Leibwächter: An dem Schmuckstück klebt noch ihr Blut
Der frühere Diener von Prinzessin Diana, Paul Burrell, soll noch den Verlobungsring der Toten besitzen. Burrel habe ihm erzählt, kurz nach dem tödlichen Autounfall in Paris Dianas Verlobungsring von der Leiche entfernt zu haben, sagte Michael Faux, der frühere Leibwächter des Dieners, am Montag vor einem Londoner Gericht. Anhand von Blut, das laut Burrell noch an dem Schmuckstück klebe, könne Diana als frühere Besitzerin festgestellt werden, sagte der Leibwächter. Faux arbeitete bis 2003 für Burrell.
Diana und ihr Freund Dodi Fayed waren im August 1997 bei einem Autounfall in Paris gestorben. Mohammed Fayed, der Besitzer des Londoner Kaufhauses Harrods, behauptet, sein Sohn Dodi habe Diana kurz vor dem Tod des Paares einen Verlobungsring geschenkt. Freunde der Prinzessin widersprechen der Aussage. Mohammed Fayed geht nach eigenen Angaben davon aus, dass hinter dem tödlichen Autounfall ein Komplott zur Verhinderung einer Hochzeit des Paares steckt.
In einer schriftlichen Mitteilung an das Gericht widersprach Burrel den Angaben seines ehemaligen Leibwächters. Er habe von dem Ring nie als Verlobungsring gesprochen und habe das Schmuckstück auch nie besessen, heißt es in der Erklärung. Burrell selbst hatte im Januar vor dem Gericht ausgesagt. In einer Videoaufzeichnung, die im Februar die Boulevardzeitung "Sun" veröffentlichte, gab Burrell jedoch an, er habe bei der gerichtlichen Untersuchung von Dianas Todesursache nicht die ganze Wahrheit gesagt.
Das Londoner Gericht untersucht den Todesfall entsprechend der britischen Gesetzgebung, die bei nicht natürlichem Tod eine Untersuchung zur Todesursache vorschreibt. Am Dienstag halten die Anwälte und der Richter ihre Abschlussplädoyers, bevor die Geschworenen über den Fall beraten. Ein Urteil wird erst im April erwartet.