Die neuen Regelungen des Verzugs

Mehr zum Thema:

Mahnung, Inkasso Rubrik, Verzug

4,5 von 5 Sterne
Bewerten mit: 5 Sterne 4 Sterne 3 Sterne 2 Sterne 1 Stern
6

Weitere wichtige Änderungen

Wesentliche Neuregelungen wurden außerdem im Bereich der Werkverträge vorgenommen. Von einem Werkvertrag wird immer dann gesprochen, wenn ein Kunde bei einem Unternehmer die Herstellung eines Werkes in Auftrag gibt. Typische Beispiele sind der Hausbau oder eine Reparatur.

Bisher konnte der Unternehmer grundsätzlich auch bei großen Aufträgen erst nach Abschluss der kompletten Arbeiten seine Rechnung schreiben und den Lohn einfordern. Bei Streitereien um eventuelle Mängel führte das zu monatelangen Verzögerungen oder gar zum Ausfall der Zahlungen. Neuerdings kann der Handwerker nach Vollendung eines Teilstücks auch Teilzahlung verlangen.

Weiterhin darf der Kunde die Begleichung der gesamten Rechnung im Falle kleinerer Mängel am Werk nicht mehr verweigern. Im Gegenzug wurde in das Gesetz aufgenommen, dass der Kunde das Dreifache der voraussichtlichen Kosten zur Beseitigung von Mängeln solange zurückbehalten darf, bis das Werk in einwandfreiem Zustand ist. Dadurch soll ermöglicht werden, dass der Unternehmer einen Teil seines Lohnes eher verbuchen kann, der Kunde aber gleichzeitig ein Druckmittel behält, um den Handwerker zu einer ordentlichen Vollendung der Arbeiten zu veranlassen.

1234
Seiten in diesem Artikel:
Seite  1:  Wer spät zahlt, zahlt jetzt noch mehr
Seite  2:  Beachtung der 30-Tage-Regelung ist entscheidend
Seite  3:  Weitere wichtige Änderungen
Seite  4:  Diskussion entbrannt
Diskutieren Sie diesen Artikel
Das könnte Sie auch interessieren
Mahnung, Inkasso Richtig mahnen