Durchsuchungsbeschluss und Pfändungsgegenstand

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Verfahrensrecht Rubrik, Zwangsvollstreckung, Zwangsvollstreckungsverfahren, Vollstreckung, Pfändung

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Wenn der Schuldner den Gerichtsvollzieher nicht freiwillig in seine Wohnung lässt, muss der Gläubiger beim Amtsgericht einen Antrag auf Erteilung eines richterlichen Durchsuchungsbeschlusses stellen. Eine Ausnahme von diesem Erfordernis gilt dann, wenn durch die Antragsstellung der Erfolg der Durchsuchung gefährdet wird. Dies ist der Fall, wenn ein rasches Betreten der Wohnung des Schuldners notwendig ist, weil anzunehmen ist, dass der Schuldner bei weiterem Abwarten Wertgegenstände aus seiner Wohnung zum Zwecke der Pfändungsverhinderung wegschafft.

Liegt eine richterliche Erlaubnis vor, darf der Gerichtsvollzieher auch gegen den Willen des Schuldners die Wohnung betreten und Wertgegenstände pfänden. Sofern der Schuldner verheiratet ist, ist dann auch der Ehegatte zur Duldung der Durchsuchung verpflichtet.

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Seiten in diesem Artikel:
Seite  1:  Die Zwangsvollstreckung in das bewegliche Vermögen des Schuldners
Seite  2:  Die Durchführung der Zwangsvollstreckung
Seite  3:  Durchsuchungsbeschluss und Pfändungsgegenstand
Seite  4:  Nicht pfändbar: Lebensnotwendige Güter
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