Die Schuld

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Strafrecht Rubrik, Strafbarkeit, Tatbestand, Rechtswidrigkeit, Schuld

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Keine Strafe ohne Schuld. Wenn der Tatbestand und die Rechtswidrigkeit erfüllt sind, muss weiter die Schuld des Täters gegeben sein. Mit Schuld bezeichnet man die individuelle Vorwerfbarkeit der Tat. Es stellt sich die Frage: "Konnte der arme Kerl etwas dazu?"Die Schuld des Täters ist z.B. dann zu verneinen, wenn er nicht schuldfähig ist. Das trifft beispielsweise auf Kinder unter 14 Jahren zu oder auf jemanden, der krankhafte seelische Störungen aufweist. Ist der Täter schuldunfähig, so ist eine Bestrafung ausgeschlossen.

Neben der Schuldunfähigkeit gibt es noch die verminderte Schuldfähigkeit. Ein Täter, der vermindert schuldfähig ist, ist zwar prinzipiell straffähig, seine Strafe kann aber gemildert werden. Klassisches Beispiel ist die verminderte Schuldfähigkeit wegen Alkoholgenusses.

Wenn alle drei "Stufen" (Tatbestand, Rechtswidrigkeit und Schuld) vorliegen, dann ist eine Strafbarkeit prinzipiell gegeben, der Richter hat dann über das Strafmaß zu entscheiden, also die Länge der Freiheitsstrafe, die Höhe der Geldstrafe oder ähnliches. Eine Verhinderung der Bestrafung können jetzt nur noch ganz bestimmte Strafaufhebungsgründe erreichen. Hier ist insbesondere an den Rücktritt von einer versuchten Tat zu denken. Auch die Begnadigung oder Amnestie sind Strafaufhebungsgründe.

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Seite  1:  Die Strafbarkeit - Worum es geht
Seite  2:  Der Tatbestand
Seite  3:  Die Rechtswidrigkeit
Seite  4:  Die Schuld
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