Der Widerruf der Schenkung

Mehr zum Thema:

Erbrecht Rubrik, Schenkung, Schenkungsrecht

4,25 von 5 Sterne
Bewerten mit: 5 Sterne 4 Sterne 3 Sterne 2 Sterne 1 Stern
8

Eigentlich gibt es nur einen Grund, die Schenkung zu widerrufen:
Der Beschenkte zeigt groben Undank. Eine Schenkung kann daher widerrufen werden, wenn sich der Beschenkte durch eine schwere Verfehlung gegenüber dem Schenker oder einem nahen Angehörigen des Schenkers schuldig macht.

Die Anforderungen an eine widerrufsfähige Schenkung sind jedoch eher hoch, so dass der Undank und die Verfehlung wirklich eine gewisse Schwere aufweisen müssen. Schwere Verfehlungen sind zum Beispiel die körperliche Misshandlung, die Bedrohung des Lebens oder eine grundlose Strafanzeige gegenüber dem Schenker. Der grobe Undank muss dann der schweren Verfehlung zu entnehmen sein.

Der Widerruf der Schenkung erlischt, wenn der Schenker dem Beschenkten verzeiht oder wenn seit dem Zeitpunkt, in dem der Schenker Kenntnis von seinem Widerrufsrecht erlangt hat, ein Jahr vergangen ist.

123recht.net Tipp:

Mit dem interaktiven Muster von 123recht.net schreiben Sie Ihr wasserdichtes Berliner Testament. Einfach die Fragen beantworten, Ihr Testamentstext wird für Sie formuliert.

Jetzt Testament schreiben

23456
Seiten in diesem Artikel:
Seite  1:  Die Schenkung - Der Schenkungsbegriff im Alltag
Seite  2:  Die Voraussetzungen der Schenkung
Seite  3:  Ist ein Schenkungsversprechen verbindlich?
Seite  4:  Der Widerruf der Schenkung
Seite  5:  Notbedarf und Verarmung des Schenkers
Seite  6:  Der Ausschluss des Rückforderungsanspruchs
Seite  7:  Die Haftung des Schenkers
Seite  8:  Sonderfall: Schenkung unter Eheleuten
Diskutieren Sie diesen Artikel
Das könnte Sie auch interessieren
Kaufrecht Der Kaufvertrag - Die Voraussetzungen