Die Obliegenheitsverletzung im Versicherungsvertrag

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Versicherungsrecht Rubrik, Versicherung, Obliegenheit, Obliegenheitsverletzung, Versicherungsvertrag

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Vertragliche Obliegenheiten nach dem Versicherungsfall

Vertragliche Obliegenheiten nach dem Versicherungsfall dienen vorrangig der Schadensbegrenzung, der Aufklärung des Schadenshergangs sowie der Feststellung der konkreten Schadenshöhe. Sie bestimmen dabei das Verhalten des Versicherungsnehmers im Rahmen der Schadensanzeige.

Auch hier kann in einem Versicherungsvertrag bestimmt werden, dass der Versicherer bei Verletzung einer Obliegenheit nach dem Versicherungsfall von seiner Leistungspflicht befreit ist. Jedoch kommt es nicht zu dieser Leistungsbefreiung, wenn dem Versicherungsnehmer bei der Obliegenheitsverletztung weder Vorsatz noch grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen werden kann.

Hat der Versicherungsnehmer seine Obliegenheit hier grob fahrlässig verletzt, so bleibt die Leistungsverpflichtung des Versicherers aber dann bestehen, wenn die Obliegenheitsverletzung keinerlei Auswirkungen auf die Feststellung des Versicherungsfalls oder den Umfang der Regulierungspflicht des Versicherers hatte (= fehlende Kausalität).

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Seiten in diesem Artikel:
Seite  1:  Verlust des Anspruchs auf Versicherungsleistung wegen Obliegenheitsverletzung
Seite  2:  Vertragliche Obliegenheiten vor dem Versicherungsfall
Seite  3:  Vertragliche Obliegenheiten nach dem Versicherungsfall
Seite  4:  Wer muss was beweisen?
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