Der Kostenvoranschlag - Was ist zu beachten

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Grundsätzlich empfiehlt es sich, vor jeder Auftragserteilung einen Kostenvoranschlag einzuholen. Bei größeren Arbeiten sollten Sie sich Kostenvorschläge von mehreren Handwerkern beschaffen, um die Angebote vergleichen zu können. Gebühren hierfür dürfen in aller Regel nicht verlangt werden, es sei denn, dies wurde vorher ausdrücklich vereinbart. Anderes kann gelten, wenn der Handwerker umfangreiche Planungsleistungen erbringt, auf die sich der Kunde bei der Durchführung durch einen anderen Handwerker stützen kann.

Wichtig: Nicht jede Auskunft des Werkunternehmers über die zu erwartenden Kosten stellt einen Kostenvoranschlag dar. Wer sich auf die Frage nach den Kosten der Arbeit mit einer Antwort wie "Das wird etwa 500 Euro kosten" zufrieden gibt, hat praktisch keine Handhabe, wenn die Rechnung hinterher deutlich höher ausfällt.
Aus Gründen der späteren Beweisbarkeit sollten Sie darauf bestehen, dass der Kostenvoranschlag als solcher bezeichnet und auch schriftlich festgehalten wird. In einem Kostenvoranschlag sollte eine genaue Kalkulation über die zu erwartenden Arbeitskosten und gegebenenfalls Zuschläge, Materialkosten und Fahrt- und Wegezeiten stehen. Rechnungspositionen wie "Pauschale" oder "nach Aufwand" für Fahrtkosten sind weniger gut. Hier sollte ein fester Betrag stehen, sonst ist der Willkür bei der späteren Berechnung Tür und Tor geöffnet.

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Seiten in diesem Artikel:
Seite  1:  Die Handwerksrechnung - Worum es geht
Seite  2:  Der Kostenvoranschlag - Was ist zu beachten
Seite  3:  Ist der Kostenvoranschlag verbindlich?
Seite  4:  Auf Nummer sicher: Der Festpreis
Seite  5:  Abrechnung nach Arbeitsstunden plus Materialkosten
Seite  6:  In welchem Zeitraum muss ich zahlen?
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