
Das Mittelalter gilt als die finsterste Epoche der Menschheit. In einer Zeit, in der sich die Aufklärung und die Errungenschaften der Antike längst wieder verloren hatten, plagte die Menschen die Urangst vor dem Unbekannten. Die Welt des Spätmittelalters, der Hochepoche des Hexenwahns, war für die damaligen Menschen voll von Unerklärlichem, und was nicht zu erklären war, wurde irgendwie in eine bekannte Form gebannt. Der Teufel verkörperte das abstrakte Wesen des Bösen und für alles Üble wurden seine Anhänger, die so genannten Hexen und Hexer, verantwortlich gemacht. In dieser Zeit loderten überall in Europa die Scheiterhaufen.
Das Rechtssystem des Mittelalters war dabei nicht zurückhaltend. Im Namen der Inquisition waren mit Gottesurteilen und Folter schnell Schuldige ausgemacht. Mit dem Vorsatz, das Böse auszurotten, wurden Tausende Unschuldiger gequält und verbrannt. Auf dem Gebiet des Deutschen Reichs fielen dem Hexenwahn innerhalb von 300 Jahren rund 20.000 Menschen zum Opfer, europaweit waren es um die 100.000.
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