Die Form und Eintragung von Wohnungseigentum in das Grundbuch

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Immobilienrecht, Wohnungseigentum Rubrik, Form, Grundbuch, Eintragung, Vertrag, Wohnungseigentum, Teilungserklärung

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Formforschriften für die Vertragsvereinbarung unter Miteigentümern und die Teilungserklärung des Alleineigentümers

Vorliegend lesen Sie Teil 3 einer Artikelserie zum Thema „Erwerb von Wohnungseigentum“. Die vorherigen Teile wurden bereits veröffentlicht. Die Fortsetzungen erscheinen in loser Folge in den nächsten Wochen.

Für beides, die Vertragsvereinbarung und die Teilungserklärung gelten strenge Formvorschriften.

Alexander Bredereck
seit 2009 bei
123recht.net
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Arbeitsrecht, Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
Prenzlauer Allee 189
10405 Berlin
Tel: 030/40004999
Web: www.arbeitsrechtler-in.de
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1. Für den Vertrag unter Miteigentümern gilt die Formvorschrift des § 4 WEG:

(1) Zur Einräumung und zur Aufhebung des Sondereigentums ist die Einigung der Beteiligten über den Eintritt der Rechtsänderung und die Eintragung in das Grundbuch erforderlich. (2) Die Einigung bedarf der für die Auflassung vorgeschriebenen Form. Sondereigentum kann nicht unter einer Bedingung oder Zeitbestimmung eingeräumt oder aufgehoben werden.

Das Eigentum an einem Grundstück geht gemäß § 925 BGB durch Auflassung und Eintragung ins Grundbuch über. Die Auflassung, das heißt, die Einigung des Veräußerers und des Erwerbers über den Eigentumsübergang, muss gegenüber einem Notar erklärt werden.

Zur Begründung von Wohnungseigentum ist also erforderlich, dass die vertragliche Einigung der Miteigentümer über die Einräumung von Sondereigentum (z.B. in Form von Eigentumswohnungen) gegenüber einem Notar erklärt wird und dass die Eintragung im Grundbuch erfolgt.

Da das Grundbuchamt gemäß der Vorschrift des § 29 GBO zur Eintragung des Sondereigentums die Vorlage einer notariellen Urkunde verlangt, ist der Notar mit der Beurkundung zu beauftragen.

2. Für die Teilungserklärung des Alleineigentümers gilt zwar nicht § 4 WEG, aber auch hier ist § 29 GBO zu beachten:

„Eine Eintragung soll nur vorgenommen werden, wenn die Eintragungsbewilligung oder die sonstigen zu der Eintragung erforderlichen Erklärungen durch öffentliche oder öffentlich beglaubigte Urkunden nachgewiesen werden.“

Das bedeutet: Auch die Teilungserklärung des Alleineigentümers ist dem Grundbuchamt als Urkunde, in notariell beglaubigter Form vorzulegen.

Die Serie wird fortgesetzt. Die gesamte Serie finden Sie hier: www.mietrechtler-in.de

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Serie wird fortgesetzt mit Teil 4: Grundbuchamt

Ein Beitrag von Rechtsanwalt Alexander Bredereck, Berlin
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Alexander Bredereck
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Guten Tag Herr Bredereck,
ich habe Ihren Artikel "Die Form und Eintragung von Wohnungseigentum in das Grundbuch" gelesen und würde darüber gerne mit Ihnen sprechen.
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