Die Anfechtung

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Kaufrecht Rubrik, Anfechtung, Irrtum

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Was genau ist eine Anfechtung und wie übt man sie aus?

Durch eine Anfechtung vernichtet man die irrig abgegebene Erklärung. Um sie auszuüben, muss sie gegenüber dem Geschäftsgegner erklärt werden. Dazu muss man nicht explizit sagen: "Ich fechte meine Erklärung an", es reicht die konkludente Erklärung: "Ich werde meiner Verpflichtung nicht nachkommen, da ich mich über... geirrt habe." Achtung: Nur die eigene Erklärung, nicht etwa die des Gegners darf angefochten werden! - Dies gilt auch dann, wenn auf einer Vertragsseite mehrere Personen stehen.

Außerdem muss natürlich ein relevanter Anfechtungsgrund, wie etwa ein Erklärungsirrtum, vorliegen. - Der Irrtum muss allerdings erheblich sein: anhand des Irrtums muss man erkennen können, der Erklärende hätte seine Erklärung nicht abgegeben, wenn er die wahre Sachlage erkannt und den Fall richtig eingeschätzt hätte. Bloße Torheit oder Unverstand genügen nicht!!! Hier kommt es vielmehr auf die Vernunft an.

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Seiten in diesem Artikel:
Seite  1:  Die Anfechtung
Seite  2:  Anfechtungsgründe - Was berechtigt zur Anfechtung?
Seite  3:  Was berechtigt nicht zur Anfechtung?
Seite  4:  Täuschung und Drohung
Seite  5:  Was genau ist eine Anfechtung und wie übt man sie aus?
Seite  6:  Was ist, wenn der Geschäftspartner den Irrtum durchschaut?
Seite  7:  Die Anfechtungsfrist
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