Baumängel und Gewährleistungsansprüche

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Der Auftragnehmer übernimmt mit dem Abschluss des Bauvertrages die Gewähr, dass seine Leistung zur Zeit der Abnahme die vertraglich zugesicherten Eigenschaften hat, den anerkannten Regeln der Technik entspricht und nicht mit Fehlern behaftet ist, die den Wert oder die Tauglichkeit zu dem gewöhnlichen oder vertraglich bestimmten Gebrauch aufheben oder mindern.
Entspricht die Leistung zu diesem Zeitpunkt objektiv nicht den geforderten Ansprüchen, so ergeben sich für den Bauherren Rechte, die darauf abzielen, die festgestellten Mängel zu beseitigen. Als Bauherr können Sie daher von dem Auftragnehmer Nachbesserung verlangen, in bestimmten Fällen die Vergütung herabsetzen, also mindern oder Ersatz für den ihm entstandenen Schaden verlangen.

Die mängelfreie Abnahme bedeutet jedoch noch nicht, dass Sie als Auftraggeber auf Dauer eine vertragsgerechte Leistung erhalten haben. Gerade die Praxis im Bauwesen zeigt immer wieder, dass bestimmte Arten von Mängeln zeitlich erst später in Erscheinung treten und bei der Abnahme noch gar nicht erkannt werden, häufig nicht einmal erkannt werden können. Auch für diese Mängel muss der Auftragnehmer innerhalb der Gewährleistungsfristen einstehen, wenn sie bei der Abnahme bereits vorhanden waren.

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Seiten in diesem Artikel:
Seite  1:  Die Abnahme beim Hausbau
Seite  2:  Der richtige Zeitpunkt
Seite  3:  Die richtige Form
Seite  4:  Die Rechtswirkungen
Seite  5:  Baumängel und Gewährleistungsansprüche
Seite  6:  Checkliste: Abnahme
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