In Neuseeland ist ein Deutscher am Dienstag wegen Schmuggels bedrohter Tierarten zu einer 14-monatigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Der 58-Jährige hatte nach Überzeugung des Gerichts versucht, 40 Reptilien in seiner Unterwäsche außer Landes zu bringen wollte. "Dies ist der schwerste Fall dieser Art in Neuseeland seit einem Jahrzehnt", sagte Staatsanwalt Mike Bodie vor Gericht. Hans Kurt K. war im Dezember in Christchurch festgenommen worden, als er mit 44 Geckos und Telfair-Skinks, einer bedrohten Reptilienart, das Land verlassen wollte. Die Tiere hatte er in ein Päckchen eingenäht und in seiner Unterwäsche versteckt.
K. gestand vor Gericht zwar, die Tiere geschmuggelt zu haben, betonte jedoch sein privates Sammlerinteresse. Er sei kein Schwarzhändler, versicherte der Deutsche. Staatsanwalt Bodie ließ das nicht gelten. Die Geckos seien auf dem Schwarzmarkt rund 2000 Euro pro Stück wert, außerdem seien unter den geschmuggelten Tieren trächtige Weibchen gewesen. Der Nachwuchs hätte deutlich mehr Tiere erbracht, als für einen privaten Sammler nötig seien, daher sollte der Überschuss aller Wahrscheinlichkeit nach verkauft werden.
26. Januar 2010 - 10.52 Uhr
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