Deutsche Millionen-Erbin streitet in Großbritannien um Ehevertrag
AFP VOM 23.3.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 1497 Aufrufe Mehr zum Thema:Ehevertrag
Streit beschäftigt inzwischen Oberstes Gericht
Die Scheidung einer deutschen Millionen-Erbin beschäftigt das Oberste Gericht in Großbritannien. Im Streit um einen vor der Hochzeit geschlossenen Ehevertrag zog ihr französischer Ex-Mann am Montag vor den Supreme Court in London. In dem Vertrag hatte sich der 38-Jährige 1998 verpflichtet, im Fall einer Scheidung auf sämtliche Ansprüche aus dem geschätzten 100-Millionen-Pfund-Vermögen (110 Millionen Euro) seiner Frau zu verzichten. Die Deutsche und der Franzose, die jahrelang zusammen in London lebten, haben zwei Kinder im Alter von zehn und sieben Jahren, 2007 wurden sie geschieden.
Nach der Trennung hatte ein britisches Gericht dem Ex-Mann zunächst rund fünf Millionen Pfund zugesprochen, ein Berufungsgericht betrachtete den Ehevertrag jedoch als gültig und reduzierte die Summe auf eine Million Pfund. Eheverträge aus anderen Ländern werden von britischen Gerichten normalerweise nicht anerkannt. Die Entscheidung des Obersten Gerichts hat daher große Bedeutung auch für künftige Rechtsstreitigkeiten.
23. März 2010 - 08.25 Uhr
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