Deutsche Bank in Belgien wegen Lehman-Papieren vor Gericht
AFP VOM 31.3.2010 | Nachrichten - International | 867 Aufrufe Mehr zum Thema:Deutsche Bank, Lehmann
Prozess nach Verkauf riskanter Papiere
Die Deutsche Bank muss sich in Belgien wegen des Verkaufs riskanter Wertpapiere vor Gericht verantworten. Bei dem Prozess vor einem Brüsseler Tribunal wird es um zwei Finanzprodukte gehen, die die US-Bank Lehman Brothers "ausgegeben und garantiert" hat, wie der belgische Arm der Deutschen Bank in Brüssel mitteilte. Die Pleite von Lehman Brothers im September 2008 gilt als Markstein der weltweiten Finanzkrise.
Nach offiziell unbestätigten Berichten der belgischen Presse könnten 3800 Kunden von dem Verfahren betroffen sein. Die Deutsche Bank wies die Anschuldigungen zurück. Sie habe beim Verkauf "korrekt und nach Treu und Glauben gehandelt", hieß es in der Erklärung.
Insgesamt haben Schätzungen zufolge rund 18.000 Kunden in Belgien Lehman-Papiere gekauft - für eine Gesamtsumme von 325 Millionen Euro. Im Dezember war deswegen bereits ein Prozess gegen die Citibank gestartet. In der Zwischenzeit bot die Citibank ihren Kunden Entschädigungen an.
31. März 2010 - 18.05 Uhr
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