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Der steinige Weg zur Macht

AFP VOM 17.3.2004 | Ratgeber - Internationales Recht | 18052 Aufrufe
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primary, vorwahlen, caucus, USA

Der steinige Weg zur Macht

Das (Vor-)Wahlsystem der USA

Bevor sich der Kandidat einer Partei bei den Präsidentschaftswahlen seinem Konkurrenten der Gegenpartei stellen kann, muss er erst das komplizierte System der Vorwahlen (Primaries) durchlaufen, in dem die Wählerschaft entscheidet, wen seine Partei ins Rennen schickt. Bei den kommenden Wahlen am 2. November wird der Demokrat John Kerry gegen den amtierenden US-Präsidenten George W. Bush antreten.

Der Kampf um die Präsidentschaftskandidatur beginnt oft schon ein Jahr vor den eigentlichen Wahlen im November und ist in den USA ein großes Medienspektakel. Die Kandidaten liefern sich schon im Vorfeld hitzige Debatten, in denen sie versuchen, die Position ihrer Konkurrenten verbal zu unterminieren. Ziel ist es, die innerparteiliche Konkurrenz auszustechen und den Kandidaten der Gegenpartei zu verunglimpfen.

In allen 50 Staaten und vier US-Territorien außerhalb der Vereinigten Staaten (Samoa, Guam, Puerto Rico, Virgin Islands) finden im Zeitraum zwischen Januar und Juni die Vorwahlen statt, bei denen die Bevölkerung ihren Wunschkandidaten über Delegierte wählt. Für den Kandidaten geht es darum, möglichst viele Delegierte für den Nominierungskongress der Partei im Sommer zu gewinnen. Diese Abgeordneten sind dazu verpflichtet, für den Sieger in ihrem Staat zu stimmen. Insgesamt wird um die Gunst von mehr als 4.000 Delegierten geworben, wobei es genügt, die Hälfte auf seiner Seite zu haben. Diese Zahl schließt aber auch die so genannten Superdelegierten (superdelegates oder unpledged delegates) ein. Das sind meistens verdiente Parteimitglieder wie ehemalige Gouverneure, die ihre Entscheidung unabhängig vom Ausgang der Vorwahlen treffen.

Bei den Vorwahlen hat sich dieses Jahr John Kerry durchgesetzt, der in fast allen Staaten triumphierte. Bei den Republikanern sind die Vorwahlen dieses Mal nur reine Formsache. Als amtierender Präsident steht Bush bereits als Kandidat fest. Das wäre allerdings anders, wenn Bush bereits seine zweite Legislaturperiode hinter sich gebracht hätte. Da man nicht länger als zwei Amtszeiten US-Präsident sein darf, müsste sich dann auch die republikanische Partei einen neuen Kandidaten wählen.


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