Das Original seit 2000:
Erste Hilfe in Rechtsfragen.
340723
zufriedene Nutzer
Sie sind hier:  www.123recht.net » Ratgeber » Medienrecht » 

Der nichtadelige Prinz

Von Rechtsanwalt Alexander Meyer
28.8.2009 | Ratgeber - Medienrecht | 1480 Aufrufe
Mehr zum Thema:

Namen, Adelsprädikat

In einem Artikel im Internet wurde über eine Person berichtet, die sich als "Prinz" mit dem Namenszusatz "von" bezeichnet. Dabei wurde von der Redaktion angemerkt, dass es sich bei fraglicher Person um einen "nichtadeligen Namensträger" handelt, da er sich erst als Erwachsener von einer Adelsfamilie hat adoptieren lassen.

Daraus entstehe ihm die Berechtigung sich "Prinz" unter dem Namenszusatz "von" zu nennen und er forderte es zu unterlassen ihn als "nichtadeligen Namensträger" zu bezeichnen. Grundsätzlich ist es äußerungsrechtlich nicht zu beanstanden, wenn zwischen Adeligen und Nichtadeligen unterschieden wird. Dabei handelt es sich nämlich lediglich um einen Bewertungsvorgang, welcher von Elementen des Meinens und Dafürhaltens geprägt ist und somit durch Art.5 GG geschützt ist.

SEIT 2009 BEI 123RECHT.NET
Rechtsanwalt
Alexander Meyer
Augsburg

Fachanwalt Gewerblicher Rechtsschutz, Fachanwalt Arbeitsrecht, Fotorecht, Wettbewerbsrecht
 Pers. Direktanfrage 

Genealogisch meint der Ausdruck "nichtadeliger Namensträger" solche Personen, die das Adelsprädikat nicht kraft ehelicher Geburt innehaben, sondern nachträglich, wie beispielsweise durch Adoption, erhalten haben. Somit ist die Bezeichnung im vorliegenden Fall sogar zutreffend und daher auch zulässig.

Der "nichtadelige Prinz" kann daher keine Unterlassung dieser Bezeichnung verlangen. (OLG Frankfurt a. M., Urteil vom 16.07.2009; Az. 16 U 21/09)

Wollen Sie mehr wissen? Lassen Sie sich jetzt von diesem Anwalt schriftlich beraten.
123recht.net ist Rechtspartner von:

340723
registrierte
Nutzer

durchschnittl. Bewertung

97914
beantwortete Fragen
10
Anwälte jetzt
online
Andere Artikel zum Thema

Durchgeknallter Staatsanwalt
Quickie!
Ihre Meinung zählt.
Eine 50-Stunden-Woche ist bei Niedriglöhnern wie in den Chefetagen keine Seltenheit. Kennt Ihr das? Wie viele Stunden arbeitet Ihr ca. pro Woche?