Der Missbrauch mit Internet-Dialern

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Ausblick

Das Mehrwertdienstegesetz ist im Sinne des Verbraucherschutzes sehr begrüßenswert. Es bringt dem Verbraucher sicherlich mehr Rechtsicherheit und Transparenz. Wie die veröffentlichten Zahlen der RegTP zeigen, ist jedoch gerade die Umsetzung der Dialer-Registrierung von heute auf morgen nicht zu realisieren. Das Registrierungsprozedere ist weiterhin ausbaufähig. Zwar wird durch die Offenlegung der Zweck verfolgt, potentielle Betrüger durch Aufhebung der Anonymität abzuschrecken. Jedoch findet im Rahmen dieses Verfahrens lediglich eine Plausibiltitätsprüfung der Antragsunterlagen statt. An einer wirklichen Rechtmäßigkeitsprüfung fehlt es gerade. Diese wird von der RegTP nur stichprobenartig durchgeführt.

Hervorzuheben ist zudem, dass im Verhältnis der Registrierungsanträge von ca. 3,4 Millionen lediglich rund 482.000 Dialer wirklich registriert sind und über die Nummerngasse 0900-9 einwählen. Der überwiegende Teil ist also noch nicht registriert.

Darüber hinaus finden unseröse Anbieter immer neue Wege, die nunmehr geltende Rechtslage zu umgehen. Bekannt geworden sind insbesondere hintereinander durchgeführte zeitunabhängige Einwahlen, in denen je 30 € abgerechnet wurden. Daneben hat für einige Zeit der so genannte "Hanseaten-Dialer" für Furore gesorgt. Dieser Dialer hat eine ganz normale Ortsnetznummer angewählt. Die Betroffenen erhielten jedoch später per Post Rechnungen, in denen 69,95 € für einen angeblichen erotischen Flatratedienst berechnet wurden. Wieder im Kommen sind auch die so genannten Auslandsdialer, die keine deutsche Mehrwertdienstenummer anwählen, sondern eine Auslandsnummer. Problematisch daran ist, dass das Mehrwertdienstegesetz nur für deutsche Nummern gilt.

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Seite  1:  Der Missbrauch mit Internet-Dialern
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